Düren: Stadt muss viel Geld in der Erde verbuddeln

Düren: Stadt muss viel Geld in der Erde verbuddeln

Die Stadt Düren muss auch im angelaufenen Jahr Millionenbeträge in Bauprojekte und Kanalsanierungen stecken. Die zuständigen Ämter für Hoch- und Tiefbau brauchen sich über mangelnde Arbeit und Ausgaben nicht zu beklagen.

Der Etat des Tiefbauamtes beträgt in diesem Jahr mehr als acht Millionen Euro. Allein für Straßenbauten muss das Tiefbauamt 2012 rund 2,6 Millionen Euro aufbringen. Vorzeigeobjekt ist dabei die Erneuerung der Kölnstraße. Für den 28. Januar ist eine Versammlung mit den Hauseigentümern angesetzt, die sich als Anlieger an den Kosten beteiligen müssen.

„Wenn alles glatt geht, ist die Straße bis Weihnachten fertig“, wagt Tiefbauamtsleiter Heiner Wingels eine Prognose. Begonnen werden jetzt auch der dritte Bauabschnitt der Zülpicher Straße und der Umbau der Düppelstraße, in der das Pflaster durch Asphalt ersetzt werden soll. Für die reine Reparatur von Straßen sind 600.000 Euro im Haushalt angesetzt, weitere 250.000 Euro für die Unterhaltung von Wirtschaftswegen.

Für die Erneuerung von Spielplätzen an der Ringstraße, an der Cornelystraße, Auf dem Horstert und neues Spielgerät für den Spielplatz Im Lintes stehen 250.000 Euro bereit. Mit 200.000 Euro wird die Stadt die Schulhöfe der Realschule Bretzelnweg und des Rurtal-Gymnasiums sanieren.

Wenn es in den Untergrund geht, wird es richtig teuer: 2,7 Millionen Euro wird die Stadt für fünf große Kanalprojekte (Blumenthalstraße, Dr.-Kotthaus-Straße, Andreasstraße, Roermonder Straße und Kölner Landstraße) in die Hand nehmen müssen. Zwei neue Regenklärbecken an der Renkerstraße und der Dreigurtbrücke werden zusammen rund 1,8 Millionen Euro kosten.

Der Bau von zwei Kreisverkehren (Nordstraße/Ringstraße und Zülpicher Straße/Miesheimer Weg) ist zwar schon angedacht, wird aber erst später verwirklicht werden können. Fest steht hingegen der Zeitpunkt für den Abriss der Bahnbrücke Schoellerstraße über die Gleise Aachen-Köln zu Ostern 2014.

Bis dahin werde sich die Stadt Gedanken über die beste Umleitungsstrecke für Pkw und Lkw gemacht haben, verspricht Wingels: „Wir werden dabei sämtliche verfügbare Straßen ins Kalkül ziehen.“ Schon 2012 werde eine neue Ausfahrt vom Busbahnhof aus geschaffen. Busse werden dann statt auf die Eisenbahnstraße auf die Josef-Schregel-Straße geleitet.

Die Stadt Düren wird in diesem Jahr bis zu elf Millionen Euro in die Erhaltung ihrer Hochbauten stecken. Der „Hauptbatzen“ ist natürlich die Sanierung des Rathauses, in die 2013 rund 3,5 Millionen Euro fließen werden. Helmut Harperscheidt, im Rathaus für die Hochbauten zuständig, listete auf Anfrage der „DN“ weitere, kostenintensive Projekte für 2013 auf.

Die Sanierung der Schultoiletten wird, wie im Vorjahr, rund eine Million Euro verschlingen. Brandschutzmaßnahmen an Schulen, wie etwa moderne Lautsprecheranlagen, werden 400.000 Euro kosten. Die Realschule Bretzelnweg erhält, wie berichtet, ein Blockheizkraftwerk. Dafür muss die Stadt 350 000 Euro ausgeben. 175.000 Euro sollen in die Modernisierung der Birkesdorfer Festhalle fließen.

Die Stadt Düren denkt umweltfreundlich. So sollen Dächer öffentlicher Gebäude mit Solaranlagen bebaut werden: an der Hauptfeuerwache, der Grüngürtelschule und der Hauptschule Gürzenich. 350.000 Euro sind für diesen Zweck vorgesehen.

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