Stadt, Kreis und DB wollen Bahnhofareal gemeinsam entwickeln

Entwicklung des Dürener Bahnhofs : Laut Spelthahn Durchbruch bei Gesprächen mit der Bahn

Landrat Wolfgang Spelthahn spricht von einem Durchbruch. Spelthahn hat sich am Mittwoch im Kreishaus mit Vertretern der Deutschen Bahn getroffen um zu klären, in welchem Rahmen der Dürener Bahnhof deutlich attraktiver gestaltet werden kann.

Mit am Tisch saßen Vertreter der Wirtschaftsförderung von Kreis und Stadt sowie die Rurtalbahn, die gerne ihren Verwaltungssitz im Bahnhof beziehen würde. Das Ergebnis des Gesprächs: Das gesamte Bahnhofareal soll gemeinsam entwickelt werden. Spelthahn: „Dabei können wir ausdrücklich auch vollumfänglich das Bahnhof-Hauptgebäude mit in den Blick einer Gesamtplanung nehmen.“

Ein entscheidender Fortschritt, da gleich mehrere Pläne fertig in den Schubladen liegen. Wie mehrfach berichtet, stehen Investoren bereit, die den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) mit einem Nahversorgungszentrum und einem Parkhaus bebauen wollen. Gescheitert ist das bisher an der Bahn, weil sie das benötigte Grundstück im Anschluss an den ZOB nicht hergegeben hat.

Im Bereich der Lagerstraße sollen ein Ärztehaus, ein Wohngebäude mit Ein-Zimmer-Appartements ein Zwei-Sterne-Hotel und ein Kindergarten entstehen. Zudem will die Stadt das Areal im Bereich des Fritz-Keller-Weges entwickeln, um so eine Belebung der Josef-Schregel-Straße zu ermöglichen. Dort sollen auch das Gründerzentrum und das neue Technische Rathaus realisiert werden. All das kann nun erstmals in eine Gesamtplanung im Rahmen des Strukturwandel-Prozesses einfließen.

„Unser Ziel ist es, die unterschiedlichen Eigentümer dazu zu bringen, der Gesamtplanung zuzustimmen. Das werden wir zügig in Angriff nehmen“, erklärt Spelthahn. In einem zweiten Schritt soll dann geklärt werden, wer welchen Part finanziert.

Bereits in der kommenden Woche wollen Stadt und Kreis sich mit den Investoren treffen, um das weitere Vorgehen zu klären. Wichtig ist aus Sicht des Landrates, dass die Bahn das Entwicklungspotenzial der Region erkannt habe.

„Wir waren uns einig, dass die Region mit dem Bahnhof ein vorzeigbares Eingangsportal benötigt“, sagt Spelthahn. Das bedeutet, dass endlich auch eine Kernsanierung des Bahnhofsgebäudes umgesetzt werden soll. Ob die Bahn die Sanierung dann selbst finanziert oder das Gebäude letztlich abtritt, soll im Laufe der Gespräche noch geklärt werden.

(bugi)
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