Düren: Stadt Düren will gegen Restsee klagen

Düren: Stadt Düren will gegen Restsee klagen

Nun wird es konkreter: Die Stadt Düren wird aller Voraussicht nach gegen eine Verfüllung des Braunkohlelochs bei Inden klagen.

Das Unglück von Nachterstedt im vergangenen Sommer habe gezeigt, dass bei der Anlage von Tagebaurestseen keineswegs alle Risiken beherrschbar seien, heißt es in einer Verwaltungsvorlage, über die der Stadtentwicklungsausschuss Düren am Mittwoch beriet.

Der Rat hatte die Verwaltung bereits bim August beauftragt, eine Klage beim Verfassungsgerichtshof Münster vorzubereiten. Dazu sollen Haushaltsmittel von 30.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Das Dürener Rathaus hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, gegen den Restsee zu sein und das Loch nach Ende des Tagebaus stattdessen mit Erde zu füllen. Der Braunkohleausschuss hatte indes anders entschieden.

Die Stadt akzeptiert den Beschluss nicht, weil sich ihrer Ansicht nach keine wesentlichen Veränderungen ergeben habe. Braunkohlestrom würde auch in Zukunft benötigt, weiterhin könne die Kohle im Kraftwerk Weisweiler verarbeitet werden. Eine sogenannte Änderung von Grundannahmen sei aber Voraussetzung, den Braunkohleplan zu modifizieren - was geschehen ist.

Bis dahin sollte das Loch mit Erde gefüllt werden. Die Befürworter des Sees versprechen sich unter anderem wirtschaftlichen Erfolg, etwa durch Tourismus.

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