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„Wir spielen bunt“: Stadt Düren und 1. FC Düren veranstalten Integrations-Soccer-Camp“

„Wir spielen bunt“ : Stadt Düren und 1. FC Düren veranstalten Integrations-Soccer-Camp“

60 Kinder nehmen im Rahmen der Interkulturellen Woche am Integrations-Soccer-Camp der Stadt Düren sowie des 1. FC Düren teil.

Nicht jede Antwort braucht viele Worte. Ein kurzes „Ja“ und ein strahlendes Lachen – das ist die überzeugende Reaktion von Enis und seinem Freund auf die Frage, ob ihnen der Tag Spaß bereite. Die beiden Jungs gehören zu den rund 60 Kindern und Jugendlichen, die im Rahmen der Interkulturellen Woche Düren am Integrations-Soccer-Camp des 1. FC Düren teilnehmen.

Der Verein hat diesen besonderen Tag mit Trainingseinheiten, Einlagespiel und gemeinsamen Mittagessen zum zweiten Mal mit Unterstützung des städtischen Integrationsrates auf die Beine gestellt, um jungen Menschen mit und ohne Flucht- und Migrationshintergund, Abwechslung zu verschaffen und Teilhabe zu ermöglichen.

Das Konzept kommt an und überzeugt. Daher haben die DFB-Stiftung Egidius Braun und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration das Projekt in Düren im Rahmen der Flüchtlingsinitiative „2:0 für ein Willkommen“ mit einer großzügigen Spende unterstützt. Daran, dass das Geld gut angelegt ist, lässt Mario Kuckertz, Geschäftsführer des 1. FC Düren, keinen Zweifel. „Diese Initiativen braucht es, um die Menschen zusammenzubringen“, sagt er. Für die Trainingseinheiten habe man dank der Unterstützung unter anderem eine passende Bewirtung, Bälle und T-Shirts finanzieren können. Letztere sind sogar mehr als ein netter Trainingsdress. Die Shirts tragen eine Botschaft: „Wir spielen bunt“. Genau darum gehe es, meint Türkan Mark. Sie gehört zum Integrationsrat der Stadt Düren. „Es muss selbstverständlich werden, dass unsere Gesellschaft vielfältig, also bunt, ist“, sagt sie.

Um abwechslungsreiche Einheiten zu ermöglichen und dem unterschiedlichen Alter der kleinen Fußballer gerecht zu werden, waren sechs ehrenamtliche Trainer im Einsatz. Bernd Zimmermann ist einer von ihnen. Ihm mache die Arbeit mit den Kindern einfach Spaß. Probleme in der Kommunikation gebe es beim Fußball nicht. Es brauchte an diesem Tag nicht allzu viel, um den jungen Teilnehmern, die unter anderem in Flüchtlingsunterkünften und dem Kinderheim leben, zu zeigen, dass sie dazu gehören, ein Teil der Gesellschaft sind.