Düren: Stadionpläne für Westkampfbahn geplatzt

Düren: Stadionpläne für Westkampfbahn geplatzt

Aus der Traum: Aus dem neuen großen Stadion an der Mariaweilerstraße wird nichts. Das Land NRW verweigert die Fördermittel. Jetzt bleibe nur, eine abgespeckte Version der Pläne in kleinen Schritten umzusetzen, machte Henner Schmidt, Präsident des unlängst durch Fusion entstandenen Vereins GFC Düren 99, den Sportfans am Donnerstag Mut.

Wie berichtet, sollte auf dem Gelände der Westkampfbahn ein Stadionkomplex für 14,6 Millionen Euro entstehen.

Landrat Wolfgang Spelthahn als Vorsitzender des Kreissportbundes und Bürgermeister Paul Larue hatten die Pläne vor der Kommunalwahl vor eineinhalb Jahren vorgestellt. Zum Areal sollten drei Fußballplätze (einer mit Kunstrasen), sechs Tennisplätze, eine Tennishalle sowie Tribünen für 5000 Zuschauer entstehen.

Doch Reisen zum Ministerium nach Düsseldorf nutzten nichts. Es gibt keine Zuschüsse! Alleine können weder Stadt noch Verein das Projekt stemmen.

„Dabei hatten wir im Ministerium durchaus viel Lob für unsere Pläne bekommen”, blickt Landrat Spelthahn zurück. Genutzt hat es nichts. Nun plane das Berufsförderungswerk den Bau eines Kunstrasenplatzes für den Behindertensport auf seinem eigenen Gelände. Spelthahn: „Die Fördermittel fehlen uns dann auch schon wieder für das Projekt an der Westkampfbahn.”

Am „runden Tisch” trafen sich jetzt Verein, Vertreter der Stadt und des Kreissportbundes sowie die Grundstückseigentümer der Westkampfbahn. Ihr einhelliger Beschluss: „Wir werden weiter machen.” Wenn auch in kleinen Schritten.

Die historische Tribüne der Westkampfbahn ist fast saniert. Jetzt kommen die Sanitäreinrichtungen und Umkleiden dran. Dann muss der Rasenplatz, der sich derzeit in einem Mitleid erregenden Zustand befindet, überholt werden.

Rund 50.000 Euro sind dafür vorgesehen. Doch woher kommt das Geld? Schmidt: „Die Stadt hat es verpasst, Mittel aus dem Konjunkturpaket II bereit zu stellen.” Jetzt müssten Spender das Geld aufbringen. Der Verein alleine könne die Herrichtung des Platzes, der der Westkampfbahn KG gehört (60 Prozent teilen sich fünf Eigentümer, 40 Prozent trägt der Verein GFC Düren 99) nicht bezahlen.

Großer Traum bleibe die Anlage eines Kunstrasenplatzes, dessen Kosten Schmidt zwischen 200.000 und 270.000 Euro ansiedelt. Erst wenn die Westkampfbahn hergerichtet sei, könne das GFC-Areal an der Papiermühle zum Jugendstützpunkt werden, so Schmidt.