Düren: Staatsanwaltschaft überprüft den Stadthallen-Deal

Düren: Staatsanwaltschaft überprüft den Stadthallen-Deal

Ist die Rückübertragung der Stadthalle an die Stadt Düren endlich unter Dach und Fach? Stehen zumindest die entsprechenden Verhandlungen kurz vor dem Abschluss? Entsprechende Gerüchte verdichteten sich in den letzten Tagen.

Die Verantwortlichen schweigen unter Hinweis auf den vertraulichen Charakter der Verhandlungen eisern. „Ich kann und darf dazu nichts sagen”, ließ Stadtkämmerer Harald Sievers am Donnerstag einmal mehr wissen.

Insider, die nicht genannt werden wollen, wollen erfahren haben, dass bei den Vertragsverhandlungen mit dem jetzigen Eigentümer eine weitgehende Einigung erzielt worden ist.

Insbesondere soll der Bauunternehmer auf weitere finanzielle Forderungen verzichtet haben. Damit könnte es bei den rund 1,4 Millionen Euro bleiben, die der Unternehmer für bisher vorgenommene Umbau- und Abrissarbeiten geltend gemacht hat.

Kein Gerücht ist indessen, dass die Staatsanwaltschaft Aachen alle Vorgänge um den Verkauf und die angestrebte Rückübernahme der Stadthalle prüfen will.

Oberstaatsanwalt Robert Deller bestätigte am Donnerstag gegenüber den „DN”, dass in dieser Sache eine Strafanzeige wegen möglicher Untreue und Betrugs eingegangen ist.

Der Sprecher der Ermittlungsbehörde: „Die Anzeige richtet sich gegen Unbekannt, also nicht gegen bestimmte Personen, die mit der Angelegenheit befasst waren oder noch sind.

Wir werden der Sache zunächst im Rahmen einer Vorermittlung nachgehen. Dazu gehört die Einsichtnahme in alle Akten, die im Zusammenhang mit Verkauf und Rückübertragung der Stadthalle stehen.”

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