Masterplan-Entwurf wird geändert: Sprudelndes Kreuzauer Symbol bleibt bestehen

Masterplan-Entwurf wird geändert : Sprudelndes Kreuzauer Symbol bleibt bestehen

Zahlreiche Veranstaltungen begleiten den Masterplan für Kreuzau. Die Gemeinde will möglichst viele Menschen einbinden, um den Ortskern zu entwickeln. Umso mehr verwunderte es manche Menschen, als in den Plänen zur Gestaltung des Vorplatzes der Grundschule kein Wasserspiel mehr auftauchte. Das war nämlich ein zentraler Bürgerwunsch.

Wenige Wochen später sind die Pläne geändert: Der Brunnen mit dem Mühlstein – für viele Kreuzauer ein historisches Symbol – bleibt bestehen, er wird nur leicht versetzt.

Die Gemeinde Kreuzau gestaltet viele Teile ihres Zentralortes im Rahmen eines Masterplan-Verfahrens um. Es ist Voraussetzung für Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen. Der sogenannte Quartiersplatz vor der Grundschule soll unter anderem eine neue Überdachung und terrassenförmige Grünanlagen erhalten. Die Kosten werden etwa eine Million Euro betragen. 70 Prozent davon kommen aus dem Topf für Städtebaufördermittel. Die Gemeinde selbst muss die restliche Summe übernehmen: Im Etat des kommenden Jahres sind etwa 300.000 Euro enthalten. Er muss allerdings noch im Dezember vom Gemeinderat verabschiedet werden.

In den Plänen, die die beauftragten Fachbüros, die Planungsgruppe MWM und das Atelier Reepel Landschaftsarchitektur, Anfang September im Gemeindeausschuss präsentierten, war kein Wasserspiel vorgesehen. Das wurde unter anderem vom Kreuzauer Ortsvorsteher Manfred Kempen kritisiert. Grundsätzlich sei die Gestaltung des Dorfplatzes gelungen, schrieb er, schränkte jedoch ein: „Für mich selbst und viele Bürger aus Kreuzau sind die Mühlsteine und der Brunnen zu einem kleinen Bestandteil unserer Heimat geworden und erinnern an die große Papiermachertradition unseres Ortes.“ Viele Bürger in Kreuzau träten aus diesem Grund für einen Erhalt des Brunnens ein, was sich auch in den Workshops gezeigt habe.

Der Plan, der nun umgesetzt wird, ist auch mit der benachbarten Schule und deren Gremien abgestimmt. Die Entscheidung im Gemeinderat erfolgte einstimmig. Mit der Ausschreibung der Arbeiten soll schnellstmöglich begonnen werden. Unmittelbar nach der Frostperiode sollen die Arbeiten beginnen und in diesem Jahr noch fertiggestellt werden – die Eröffnung soll mit einem Fest verbunden sein. Das Areal der Mühlenteiche soll im nächsten Schritt umgestaltet werden. Bei dieser Maßnahme können die Kreuzauer Kommunalpolitiker wieder zwischen zwei Varianten wählen.

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