Düren: Sportliche Leiter der SWD Powervolleys spricht von einer „exzellenten Leistung“

Düren : Sportliche Leiter der SWD Powervolleys spricht von einer „exzellenten Leistung“

Eine Demonstration der Stärke lieferten die SWD Powervolleys am Mittwochabend ab: 3:1 gegen die Hypo Tirol Alpen Volleys im ersten Viertelfinalspiel der Play-off-Runde. Die Dürener Dominanz über das Team aus Innsbruck und Unterhaching ist eng mit mehreren Namen verbunden.

Beispielsweise mit den Namen Stefan Falter, Justin Wolff und Kai Niklaus: „Der Trainer, sein Co-Trainer und der Scout haben vor und während der Partie eine absolut exzellente Leistung gebracht“, zollte Goswin Caro dem Trio an der Seitenlinie und oben an einer Kopfseite Respekt für das Coachen der Mannschaft.

Der Sportliche Leiter lobte auch das Team auf einem sehr hohen Niveau: „Die Mannschaft hat sehr gut gespielt, zwei ragten noch etwas heraus.“ Und so brachte der Sportliche Leiter weitere Namen ins Gespräch, die auch der Coach auf seinem Zettel stehen hatte: Zuspieler Stijn d‘Hulst und Außenangreifer Marvin Prolingheuer.

Der Zuspieler zog nicht nur, gestützt auf eine stabile Annahme, ein variables Angriffsspiel auf, auch seine Körpersprache war immer eine positive: „Gerade auch in kritischen Situationen“, freute sich Falter, der wie die 1200 Zuschauer zunächst eine One-Man-Show gesehen hatte: Marvin Prolingheuer war von des Gegners Defensive nicht zu stoppen.

Dass sehr viele Angriffe zunächst über den 2,10 Meter großen Diagonalangreifer liefen, lag auch an der mentalen Verfassung von Romans Sauss zu Beginn der Partie. Der Außenangreifer hatte zuletzt wieder mit Problemen an seiner Wade zu kämpfen: „Man sah ihm deutlich an, dass er sich zuerst nicht ganz wohl fühlte“, sagte Stefan Falter. Doch je mehr die Partie fortschritt, merkte Sauss, dass seine Wade keine Probleme mehr bereitete. Und so legte der Lette seine Vorsicht ab und griff wieder beherzt an: „Stijn hatte daher im Angriff wieder eine Option mehr.“ Immer wieder bezog der Belgier auch seine Schnellangreifer in das Geschehen ein. Folglich wussten die Blockspieler der österreichisch-deutschen Kombination des Öfteren nicht, ob sie mehr den Außenpositionen oder eher der Mitte ihres westdeutschen Gegners ihre Aufmerksamkeit schenken sollten. Über die Außenposition griff logischerweise auch immer wieder Julius Firkal an. Der Slowake überzeugte den Trainer besonders wegen seiner Annahmeleistung: „Sehr gut“, befand Falter. Hatte Firkal beim letzten Hauptrundenspiel in Herrsching noch etwas geschwächelt, so „brachte er am Mittwoch die Annahme immer schön zu Stijn“.

Alle Dürener Spieler überzeugten trotz 16 Aufgabenfehler mit den Aufschlägen: „Wir haben immer den Druck hoch gehalten. Wir hatten keine Alibi-Aufschläge. Deshalb sehe ich auch die hohe Fehlerzahl nicht als kritisch an“, sagte Falter. Weil die Rheinländer im Druck auf die gegnerische Annahme nicht nachließen, stieg die Zahl der Fehler bei deren Außenangreifern an. Beispielsweise bei Igor Grobelny. Der Belgier setzte sich mit seinen Angriffen immer weniger durch. Düren hatte ihn mit seinen Aufschlägen weich gekocht.

Am Ostersonntag steht ab 18 Uhr das Rückspiel an. „Wir müssen den Alpen Volleys wieder unser Spiel überstülpen“, fordert Stefan Falter. Denn in Innsbruck müssen die Hausherren reagieren, wenn sie das dritte, finale Spiel erzwingen wollen. In seine Karten lässt sich Falter jedenfalls nicht schauen: „Mal gucken, wie wir die Variabilität unseres Passspiels einsetzen,“ sagte er und lächelte dabei.

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