Düren: Spielplatzpaten klagen einmal mehr über Verschmutzungen mit Hundekot

Düren : Spielplatzpaten klagen einmal mehr über Verschmutzungen mit Hundekot

„Ich war sehr interessiert daran, beim Treffen dabei zu sein, um die Spielplatzpaten kennenzulernen und zu hören, wie ihre Situation momentan aussieht“, sagte Carina Salentin, seit 2017 Abteilungsleiterin für sozialpädagogische Dienste im Jugendamt der Stadt Düren.

Einmal im Jahr treffen sich die Spielplatzpaten, die das ganze Jahr über ehrenamtlich einen oder mehrere Spielplätze in Düren betreuen, mit Sabine Wagner vom Spielpädagogischem Dienst, Sarah Fuchs vom Dürener Service Betrieb (DSB) und Bürgermeister und Jugenddezernent Paul Larue (CDU) zum Austausch.

Drei Hauptthemen zeichneten sich in diesem Jahr in der Runde ab: Etliche Spielplätze sind nach dem Fällen von Bäumen in der Umgebung mehr der Sonne ausgesetzt als zuträglich. Die Nutzer einiger für Kleinkinder angelegter Spielplätze sind den ersten Kinderschuhen entwachsen und bräuchten andere Spielgeräte. Müll und Hundekot sind nach wie vor an vielen Orten ein Dauerthema.

Hundekot auf der Skaterbahn

Hundekot auf der Skaterbahn, die zuständige Spielplatzpatin kann es nicht fassen: „Ich dachte, ich fall vom Glauben ab. Welcher Hundehalter macht denn so etwas?“ Leider ist ihr Erlebnis kein Einzelfall. Immer wieder werden Spielplätze als Hundeplatz missbraucht, finden sich Zigarettenstummel auf den Wegen oder gar im Sand, sammelt sich Müll an Stellen, wo er nicht hingehört. Der Dürener Servicebetrieb ist mit einer Wartungs- und einer Pflegekolonne jeden Tag unterwegs, um die über hundert Spielplätze im Stadtgebiet in Ordnung zu halten. Die Patinnen und Paten haben zusätzlich ein Auge darauf, und alle träumen gemeinsam von einer Gesellschaft, wo jeder seinen Müll selber an der richtigen Stelle entsorgt und seine Hunde nicht auf Spielplätzen ausführt oder dort Zigaretten raucht.

Relativ neu ist das Schattenthema. Die Sonne wird immer heißer, Spielplätze ohne Schatten deshalb im Sommer seltener genutzt.

Der DSB nahm die Hinweise zu dem Thema sowie die Anregung von Paul Larue auf, an Spielplätzen schnell wachsende Bäume mit buschigen schattenspendenden Kronen zu pflanzen.

Sabine Wagner notierte sich alle Bitten der Spielplatzpaten, auch solche, die die Ausstattung der Spielplätze betrafen oder Probleme mit zu schnell fahrenden Autos in Spielstraßen in Platznähe.

Es gab viel Lob der Spielplatzpaten über „ihre“ neugestalteten Plätze, zum Beispiel den gerade eröffneten an der Joachimskirche in Düren-Nord. Beeindruckt zeigten sich auch viele von ihnen über den Einsatz des DSB bei der Müllbeseitigung, aber auch bei Glatteisgefahr: „Ich bin morgens ganz früh hin, aber da war schon gestreut“, freute sich eine Patin.

Larue dankte allen für ihren Einsatz Tag für Tag: „Es ist gut, dass unsere über hundert Spielplätze von vielen Augen angesehen werden und Sie dabei auch die Perspektive der Kinder einnehmen, die diese Plätze nutzen. Sie sind alle mit Herzblut dabei!“

Ein besonderes Dankeschön galt dem Rölsdorfer Spielplatzpaten Willi Toussaint, der seit 1984 dabei ist, also seit den Anfängen des Spielplatzpaten-Projektes in Düren, und nun einen Nachfolger für die Aufgabe sucht. Rückblickend sagt er: „Ich würde es immer wieder machen.“

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