Düren: Sperrung der Dürener City für Laster keine Lösung

Düren: Sperrung der Dürener City für Laster keine Lösung

Immer mehr schwere Lkw quälen sich durch Düren. Viele nutzen auf dem Weg von der Autobahn nach Niederau oder Kreuzau den kürzesten Weg durch die Stadt über die Hohenzollernstraße oder Nideggener Straße. Die Anwohner stöhnen über Lärm und Abgase. Sie fordern, den Lkw-Verkehr von und nach Kreuzau über die B 56 umzuleiten.

Für Tiefbauamtsleiter Heiner Wingels ist das keine gute Idee. Bei einer Umleitung auf die B 56 müssten die Anwohner von Schoeller-straße und Euskirchener Straße noch mehr leiden. „Über diese beiden Straßen rollen schon jetzt täglich bis zu 30.000 Fahrzeuge, und mehr als zehn Prozent davon sind Lkw.”

Den Verkehr von der Innenstadtachse auf diese beiden Straßen zu verlagern, sei deshalb „keine deutliche Alternative”, so Wingels. Schon jetzt komme zu Stoßzeiten der Verkehrsfluss rund um den Friedrich-Ebert-Platz nur noch schleppend voran. Wingels: „Die Abgase fangen sich in den engen Straßenschluchten.”

Mit dem Ergebnis, dass in der Schoellerstraße zuletzt 74 Mikrogramm des Schadstoffs Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft gemessen wurden. Wingels: „Das ist ein Spitzenwert in NRW.” Deshalb sei schließlich für die Achse Schoellerstraße/Euskirchener Straße von der Landesregierung ein Luftreinhalteplan erarbeitet worden. Dieser werde am 29. Oktober vorgelegt und könne von Interessierten einen Monat lang eingesehen werden. Welche Maßnahmen im Plan zur Luftverbesserung vorgeschlagen werden, wollte Wingels noch nicht sagen. Es bestehe jedoch die Erwartung, mit der Umsetzung des Planes für bessere Atemluft in der Innenstadt sorgen zu können. Die großen Hoffnungen der Stadt liegen jedoch immer noch auf dem Bau der Umgehungsstraße B 56n.

Wingels: „Diese Straße wird für eine glatte Halbierung des Verkehrs in der Stadt sorgen und damit auch für eine deutliche Verbesserung der Luft.”