Kreis Düren: Spelthahn: „Bahnhof nicht verkommen lassen“

Kreis Düren : Spelthahn: „Bahnhof nicht verkommen lassen“

Wolfgang Spelthahn (CDU) spricht von einer „neuen Brieffreundschaft“, die sich zwischen ihm und der Deutschen Bahn entwickelt hat. Der Landrat hatte bereits im April angekündigt, nachdem der Kreis von der Bahn den nördlichen Teil des Dürener Bahnhofs und die Bahnstrecke von Düren bis Euskirchen gekauft hatte, auch das Bahnhofsgebäude erwerben zu wollen und sich deswegen per Brief an den Bahnvorstand Ronald Pofalla gewandt.

„Mein Anliegen wurde an den NRW-Chef der Bahn weitergeleitet, von ihm habe ich eine Antwort bekommen“, sagt Spelthah. Darin bekräftigt das Unternehmen, den Dürener Bahnhof im Augenblick nicht veräußern zu wollen. Spelthahn: „In dem Schreiben spricht die Bahn von ihrer Motivation, den Bahnhof optimieren zu wollen. Ich frage mich, wie diese Optimierung aussehen soll.“

Aus Sicht des Landrats reicht es nicht, die Toiletten oberflächlich zu verschönern, aber nicht grundlegend zu sanieren. „Ich möchte wissen, was die Bahn verbindlich in den Dürener Bahnhof investieren will.“ Es gehe ihm nicht darum, das Bahnhofsgebäude unbedingt kaufen zu wollen. „Ich kann aber nicht akzeptieren, dass die Bahn den Bahnhof immer weiter verkommen lässt. Die Aufzüge sind beispielsweise sehr häufig defekt. Da muss etwas passieren.“

Und genau deswegen spricht Spelthahn auch von einer „neuen Brieffreundschaft“. „Die Bahn“, so der Christdemokrat, „wird noch häufiger Post aus Düren bekommen.“

(kin)
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