Düren: SPD will anderes Stadtmarketing

Düren: SPD will anderes Stadtmarketing

Die Dürener SPD will das städtische Marketing neu strukturieren. Die bisher zuständige Cityma, ein Verein, der hauptsächlich von der Stadt Düren finanziert wird, soll womöglich in anderer Form arbeiten. Wie? Darüber soll nun nachgedacht werden.

Die Ergebnisse sollen in den Masterplan einfließen, der derzeit von einem Aachener Fachbüro für die Stadt entwickelt wird. Schon vor Monaten hat die SPD einen Antrag für den Stadtrat mit dem Ziel einer Strukturveränderung formuliert. Nach einem Gespräch am Montagabend, an dem Vertreter der Cityma teilnahmen, einigte man sich, das Thema Marketing bis ins nächste Frühjahr zu schieben. Dann soll der Masterplan fertig sein. Für SPD-Fraktionschef Henner Schmidt steht fest, dass ein anderer Ansatz gewählt werden müsse. Derzeit kümmere sich die Cityma in erster Linie um die Geschäftswelt. Stadtmarketing bedeute aber viel mehr: Wie entwickelt sich Düren? Wie können Besucher angezogen werden? Welche Angebote macht die Stadt und wie werden sie beworben? Diese Fragen müssten in einem Marketingkonzept beantwortet werden.

Schmidt: „Wir wollen keine Arbeitsplätze vernichten. Wir wollen aber eine bessere Zusammenarbeit der Kräfte, die sich in Düren um Marketing kümmern.“ Der SPD-Politiker nennt die Wirtschaftsförderung, deren Aufgabe es ist, Betriebe nach Düren zu holen. Denkbar sei auch eine engere Verzahnung mit der Stadt, die sich ebenso ums Marketing kümmert. „Sicher werden wir über mehr Personal nachdenken müssen“, sagte Schmidt.

Vor Wochen hatte die Dürener CDU den Vorschlag gemacht, einen Tourismusmanager einzustellen, der dafür sorgen soll, dass Tagestouristen nach Düren kommen. Menschen, die in der Eifel Urlaub machen, könnten wenigstens einen Tag in Düren verbringen, so die Idee, mit der sich der Stadtrat demnächst befassen wird.

(inla)