Düren: SPD selbstbewusst: Haben die besseren Leute

Düren : SPD selbstbewusst: Haben die besseren Leute

Mit stark verjüngter Mannschaft zieht die Dürener SPD in den Kampf um Wählerstimmen bis zur Kommunalwahl am 26. September. Ziel des Teams um Bürgermeisterkandidat Barthel Labenz: Die absolute Mehrheit der CDU im Stadtrat zu brechen und dann neue Akzente auf vielen Feldern der Politik zu setzen.

Auch wenn die „politische Großwetterlage” die Sozialdemokraten derzeit in ein historisches Tief gezogen hat, sehen die Genossen vor Ort durchaus Chancen, den Wähler von ihren Ideen zu überzeugen. Stadtverbandsvorsitzender Henner Schmidt: „Der Wähler kann unterscheiden zwischen Bundespolitik und Kommunalpolitik.”

Erfahrene Politiker

Die erfahrenen Politiker Henner Schmidt und Peter Koschorreck führen ein junges Wahlkampfteam. Neun der 25 ersten Listenplätze sind mit Kandidaten besetzt, die 40 Jahre und jünger sind, drei Kandidaten sind unter 30. „Die Mischung stimmt. Wir sind stolz auf diese gute Mannschaft, die voll motiviert ist”, urteil Bürgermeisterkandidat Barthel Labenz.

Für die kommenden Wochen haben sich die Dürener Sozialdemokraten drei Schwerpunkte gesetzt: „Die Flops der CDU-Mehrheit deutlich machen, bessere Alternativen aufzeigen, den Bekanntheitsgrad unseres Teams steigern.” Peter Koschorreck ist sicher: „Wir haben die besseren Leute in allen Stadtteilen.”

Mit der aktuellen Ratsmehrheit der CDU gehen die Genossen denn auch hart ins Gericht. Koschorreck: „Bürgermeister Paul Larue verzettelt sich vor lauter Repräsentieren. Er geht zu jedem Kaffeekränzchen, statt seine Führungsaufgaben im Rathaus wahrzunehmen.”

Liste der Flops

Die Liste der Flops, die im Rathaus produziert wurden, sei lang, so Koschorreck: Hickhack um Parkgebühren, Visteon-Zentrale nach Kerpen verloren, Haushalt nicht saniert, städtischen Besitz verschleudert. Dirk Nieveler: „Jedes Wochenende wird ein anderer Markt in Düren gefeiert, doch die Wirtschaftsförderung liegt brach. Die Leute brauchen keine Märkte, sondern Arbeitsplätze.”

Die Genossen vermissen vor allem ein politisches Konzept im Rathaus. Ulrike Braun: „Da werden an Schloss Burgau Parkplätze gebaut, erst im zweiten Schritt überlegt man, wie man Gastronomie oder ein Hotel dort ansiedeln kann.” Ob für Senioren, Jugendliche oder Vereine, keine langfristige Planung sei erkennbar. Der Hinweis auf mangelnde Finanzmittel sei nur Ausrede. Birgit Strack: „Je weniger Geld man hat, desto effektiver muss man eben planen. Die CDU hat überhaupt kein Bild davon, wie die Stadt in zehn Jahren aussehen soll.”