„Kein Wort des Mitgefühls“: SPD entsetzt über Beschimpfungen der Bergleute

„Kein Wort des Mitgefühls“ : SPD entsetzt über Beschimpfungen der Bergleute

Der SPD-Kreisvorstand Düren/Jülich erklärt sich mit den Beschäftigten im Rheinischen Braunkohlerevier solidarisch. Sie leisteten „in den Tagebauen und Kraftwerken seit Jahrzehnten einen unschätzbaren Beitrag zur Versorgungssicherheit“ und „sichern damit die für unseren Wohlstand unerlässliche Wertschöpfung in der industriellen Produktion ab“.

Der Kreisvorstand: „Wir sind entsetzt darüber, dass diejenigen, die den Protest am Hambacher Forst unterstützen, von der Bewahrung der Schöpfung und einer menschlichen Gesellschaft sprechen, aber kein Wort des Mitgefühls und Solidarität mit den Beschäftigen im Rheinischen Revier übrig haben.“ Stattdessen würden die Beschäftigten „teilweise mit Hohn oder schlimmstenfalls Nazi-Vergleichen in unwürdiger Art und Weise behandelt. So darf man mit Menschen, die in großer Sorge um ihren Arbeitsplatz und ihre Familien sind, nicht umgehen!“

Es ist für die Sozialdemokraten im Kreis nicht nachvollziehbar, dass ungeniert vom „schnellstmöglichen Ausstieg aus der Kohle gesprochen und damit die Arbeit der Bundeskommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ letztlich in Frage gestellt wird.“ Die Kommission trage bewusst ihren Namen und solle einen Weg aufzeigen, der das Erreichen der Klimaschutzziele und den Erhalt industrieller Arbeitsplätzen miteinander vereinbare.

Für die SPD „gehören Klimaschutz und Industriepolitik zusammen. Wir erwarten jetzt von der Landesregierung in NRW, dass sie den Mitgliedern der Kommission ,Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung’ unmissverständlich klar macht, dass für NRW nur ein Weg aus der Kohleverstromung akzeptabel ist, der nicht zum Arbeitsplatzverlust der Kolleginnen und Kollegen führt und darüber hinaus Perspektiven für neue gute industrielle Arbeitsplätze in der Region schafft.“

Die SPD weiter: „Es ist für uns nicht erträglich, dass der Eindruck erweckt wird, als wolle man die CO2-Reduktion alleine über den Energiesektor und damit auf den Rücken der Beschäftigten in den Kohlerevieren lösen.“ Auch die anderen Sektoren wie Verkehr, Wärmemarkt und Landwirtschaft müssten ihren Beitrag zur CO2-Reduktion leisten.

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