Düren: SPD: Bürgermeister soll sich endlich um Hilfe für Tedrive bemühen

Düren: SPD: Bürgermeister soll sich endlich um Hilfe für Tedrive bemühen

Zur Sitzung des Stadtrates am kommenden Mittwoch hat die SPD-Fraktion jetzt einen Dringlichkeitsantrag eingebracht. Sie fordert Bürgermeister Paul Larue auf, mit Blick auf die drohende Schließung von Tedrive „endlich etwas zu unternehmen”.

Es wird erwartet, dass der Bürgermeister Kontakt mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat aufnimmt, um sich über die aktuelle Situation im laufenden Insolvenzverfahren zu unterrichten. Mehr als 900 Arbeitsplätze sind akut gefährdet.

„Angesichts dieser Bedrohung wäre schon lange angezeigt, dass der Bürgermeister an den Ministerpräsidenten des Landes und die zuständigen Ministerien herangetreten wäre, um schnellstmöglich ein Hilfepaket zur Flankierung sich abzeichnender Sanierungspläne für Tedrive Düren zu schnüren,” so Fraktionschef Henner Schmidt.

Man habe es bei einem Besuch im Werk kaum glauben können, „dass der Bürgermeister offenbar mit den Betroffenen bei Tedrive nicht in Verbindung steht”, zeigte sich der Parteivorsitzende der SPD in Düren, Ulf Opländer, mehr als überrascht.

Diesen Eindruck jedenfalls nahm eine Delegation der SPD um ihren Bürgermeisterkandidaten Henner Schmidt und Landtagsabgeordnete Liesel Koschorreck mit, als sie sich erneut vor Ort über den aktuellen Stand beim Betriebsrat von Tedrive erkundigte.

Die Zeit drängte, Sanierungspläne seien möglichen. „Sie müssen allerdings bis Ende Februar unter Dach und Fach sein. Zum 1. März wird ansonsten die Insolvenz eröffnet, in dem dann nur noch über die Abwicklung mit all den katastrophalen Folgen für ganz Düren gesprochenen werden kann”, zeigte Schmidt die Dringlichkeit auf.