Düren: Spatenstich zur Neugestaltung des Theodor Heuss-Parks

Düren : Spatenstich zur Neugestaltung des Theodor Heuss-Parks

Anfang der Woche geht es los, bis Ende des Jahres soll ein weiterer Platz Dürens sein Gesicht verändern: Im Rahmen des Masterplans Innenstadt Düren wird der Theodor-Heuss-Park neugestaltet. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro, über 1,9 Millionen Euro davon kommen als Mittel für die Stadterneuerung aus einem Fördertopf.

„Mitten in der Innenstadt entsteht eine neue Parkanlage“, freute sich Dürens Bürgermeister Paul Larue am Samstag beim ersten Spatenstich auf den Beginn der Neugestaltung.

Der Entwurf des Dürener Landschaftsarchitektenbüros Reepel ging als Gewinner aus einem Wettbewerb im Rahmen des Masterplan-Prozesses hervor und umfasst das gesamte Areal von der Hans-Brückmann-Straße bis einschließlich Moltkestraße und die einheitliche Gestaltung von Theodor-Heuss-Park und Bismarckquartier. Park und Quartier sollen miteinander verschmelzen, „Landschaft“ und „Stadt“ sollen in einer sogenannten städtischen Lichtung vereint werden.

Im Norden und Süden werden Promenaden angelegt, „charakterstarke Bäume“ sollen den Baumbestand ergänzen, im Norden gesäumt von Hochbeeten und einem Spielpunkt mit Spielgeräten. Geplant ist neben 5000 Quadratmetern Rasenfläche auch eine großzügige Wasserfläche (29 Zentimeter Tiefe) mit zwölf Fontänen. Damit auch im Sommer alles frisch grün bleibt, wird die aufwendige Bewässerungstechnik samt Wasserspeichern für die Fontänen im Boden versenkt.

Wichtige Magistrale

Die Neugestaltung des Parks erfolgt in enger Abstimmung mit der Gestaltung der Außenflächen des Bismarck-Quartiers und dem Umbau der Bismarckstraße. Der Spatenstich schloss dieses Projekt mit ein, obwohl dort noch die Ausschreibung läuft. Bis Ende des Jahres soll aber auch dieses 1,95 Millionen Euro teure Projekt abgeschlossen sein, aus mehreren Fördertöpfen kann die Stadt 1,35 Millionen Euro abschöpfen. „Die Straße entspricht dem Zeitgeist der 80er Jahre“, erklärte der Leitende Städtische Baudirektor Heiner Wingels.

Nach dem Umbau soll die Straße als wichtige Magistrale für die Erschließung der Innenstadt allen Verkehrsteilnehmern mehr Flexibilität und Sicherheit bieten, den Verkehrsfluss beschleunigen und den veränderten Anforderungen beispielsweise der Radfahrer gerecht werden.

Keine „Inseln“ mehr

Der Umbau umfasst unter anderem die Einrichtung einer Busspur stadteinwärts, den barrierefreien Ausbau von drei Bushaltestellen, eine sichere Radverkehrsführung und als letzte Maßnahme den Einbau einer lärmoptimierten Asphaltdeckenschicht (Flüsterasphalt). Die bisherigen „Inseln“ auf der Straße werden alle entfernt, um mehr Platz zu schaffen. In Höhe der Schulen soll Tempo 30 gelten. Während der Bauarbeiten wird es voraussichtlich eine Baustellen-Ampel geben, damit die Straße einseitig befahren werden kann. Nur für die Aufbringung des Flüsterasphalts ist eine kurzfristige Vollsperrung nötig. Details zur Planung wird das Tiefbauamt erst nach Ende der Ausschreibung und einer Beauftragung bekanntgeben können.

(sj)
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