Düren: Sopranist Philipp Mathmann bei den „Tonspuren“

Düren : Sopranist Philipp Mathmann bei den „Tonspuren“

Damals wie heute, in allen Stilrichtungen von Klassik bis Rock — die Liebe ist ein zentrales Thema der Musik. Einen Blick zurück zu den Liebeskantaten von Antonio Vivaldi, Alessandro Scarlatti und Johann Christoph Pepusch eröffneten die Künstler rund um den Sopranisten Philipp Mathmann jetzt den Zuschauern in der Fabrik für Kultur und Stadtteil „Becker & Funck“.

Begleitet wurde der Sänger vom „Barock-Trio Köln“ mit Darja Großheide an Travers- und Blockflöte, Doris Runge am Violoncello und Markus Märkl am Cembalo.

Das Konzert mit dem Titel „Ardo, é ver, per te d‘amore“, zu Deutsch „Vor Liebe brenne ich zu dir“, benannt nach einer Kantate von Alessandro Scarlatti, fand im Rahmen der Reihe „Tonspuren“ statt. Einmal im Monat bringt der Kunstförderverein Kreis Düren außergewöhnliche alte Musik auf die Bühne. Liebeskantaten mit männlichen Sopranisten, wie sie von den Komponisten zu dieser Zeit beabsichtigt waren, gibt es heute in der Form kaum noch.

Countertenor nennt man Männer, die durch eine besondere Technik mit ihrer Kopfstimme sogar die Höhe des Soprans erreichen können. Mathmann schaffte dies mit Leichtigkeit. Im energischen Auf und Ab der Melodien erreichte er jeden Ton mühelos. Zusammen mit der Melodie der Flöte entstand ein harmonischer Klangteppich. Die gefühlvolle Darbietung sorgte dafür, dass auch ohne Textverständnis das Liebesthema klar zu spüren war. Zusammen mit Stücken der einzelnen Musiker entstand so ein abgerundetes Konzert, das für die Zuschauer die Chance bot, diese alte Form der Musik zu entdecken.

(km)