Düren: Sogar Musik gibt es in der großen Röhre

Düren: Sogar Musik gibt es in der großen Röhre

4,6 Tonnen schwer, 1,4 Millionen Euro teuer, schnell und hoch präzise - eine Magnet-Resonanz-Tomograph (MRT) der Superlative wird in der radiologischen und nuklearmedizinischen Gemeinschaftspraxis in der Kreuzstraße installiert.

Am Dienstag kam das Gerät auf einem Laster nach Düren und wurde mit einem großen Kran auf den Hof der Praxis gehievt, bevor es auf einer speziellen Konstruktion mit hoch belastbaren Rollen in den künftigen Untersuchungsraum bugsiert wurde. Um den MRT überhaupt ins Gebäude zu bekommen, musste die Außenwand großflächig aufgebrochen werden.

Ulrich Sous, Mitglied des achtköpfigen Ärzteteams und Facharzt für diagbnostische Radiologie, freut sich mächtig auf die Inbetriebnahme in zwei oder drei Wochen: „Mit dem Gerät können wir Kernspin-Untersuchungen künftig noch schneller und in höherer Bildqualität durchführen.” Die Röhre ist im Vergleicht zu älteren Geräten ziemlich geräumig: Sie hat einen Durchmesser von 70 Zentimetern, so dass Platzangst nicht so schnell auftritt. Und selbst sehr übergewichtige Menschen können untersucht werden. Bis zu 250 Kilogramm hält der Tisch aus, auf dem der Patient oder die Patientin in die Untersuchungskammer geschoben wirsd.

Recht laut ist es darin trotz der starken Dämmung. Macht aber nichts: Während der Untersuchung hat einen Kopfhörer auf, über den man mitgebrachte Musik hören kann. Eine raffinierte Beleuchtung mit freier Farbwahl soll den Aufenthalt in der Röhre ebenfalls angenehmer machen.

Je nach Untersuchung dauert es zwischen zehn und 30 Minuten, bis der Tisch wieder heraus gefahren wird. Der riesige Magnet des Gerätes wird übrigens durch rund 1000 Liter flüssiges Helium gekühlt - auf minus 271 Grad Celsius. Das sind nur gut zwei Grad über dem absoluten Nullpunkt. Im Notfall kann die Anlage innerhalb kürzester Zeit herunter gefahren werden.

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