Düren: „So machen es alle?“: Spielzeit für die Saison 2018/19 vorgestellt

Düren : „So machen es alle?“: Spielzeit für die Saison 2018/19 vorgestellt

Komödien, Tanztheater, aber auch Schauspiel, das sich mit brisanten und herausfordernden Themen beschäftigt — die neue Spielzeit des Theaters Düren kann sich wirklich sehen lassen. 124 Seiten ist das mit einem Rosen-Cover sehr ansprechend gestaltete Programmheft stark.

Motto der neuen Spielzeit ist „So machen es alle?“. „So machen es alle“ ist der deutsche Titel von Mozarts berühmter Oper „Cosi fan tutte“, die im März auch im Haus der Stadt zu sehen sein wird. „Natürlich“, erklärt Theaterleiterin Monika Rothmaier-Szudy, „hat unser Motto auch mit dieser Oper zu tun. Uns ist aber besonders das Fragezeichen wichtig.“ Das Dürener Theater macht eben Vieles nicht so, wie es alle machen. Rothmaier-Szudy: „Wir wollen das Theater als Ort der Auseinandersetzung stärken.“ Geplant sind unter anderem Publikumsgespräche nach den Vorstellungen.

„Macbeth“ und „Tosca“

Neben „Macbeth“ von Guiseppe Verdi und „Tosca“ von Giacomo Puccini gehören das portugiesische Tanztheater „Correr o Fado“, „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada und die Komödie „Fehler im System“ mit dem bekannten Schauspieler Jürgen Tarrach ganz sicher zu den Höhepunkten des neuen Programms. „Wir freuen uns“, sagt Rothmaier-Szudy, dass wir mit der Theatergruppe ‚Ernas Erben‘ und der Theaterwerkstatt auch wieder eigene Produktionen auf die Bühne bringen. Es gibt also die Vibration echten Ensembletheaters in unserem Haus.“ Besonders erfolgreich, ergänzt die Theaterleiterin, seien auch die Kindervorstellungen am Sonntagnachmittag. „Die werden sehr gut besucht, deswegen wird es sie auch in der neuen Spielzeit wieder geben.“

Johannes Esser und das Konzertforum „Cappella Villa Duria“ setzen in der kommenden Saison besondere Akzente auf außergewöhnliche Konzertbesetzungen, die nicht so häufig zu hören sind. So trifft im Oktober eine Kirchenorgel auf Alphörner, es gibt die Kombination von drei Violinen und Akkordeon, Cello und Gitarre und ein Konzert mit dem Titel „Baraoque and Blues“.

In der kommenden Spielzeit kooperiert die „Cappella Villa Duria“ zum ersten Mal mit Anja Leu und ihrer Kinderkonzertreihe „Andantino“. „Diese Konzerte“, sagt Dr. Gisela Hagenau vom Dürener Konzertforum, „sind jetzt offiziell Veranstaltungen der ‚Cappella Villa Duria‘.“ Schon früher habe man versucht, Kinderkonzerte zu etablieren.

Hagenau: „Anja Leu arbeitet ganz hervorragend mit den kleinen Konzertbesuchern. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit.“ Das beliebte Konzert zum Karnevalsauftakt am 11. November feiert in diesem Jahr mit seiner elften Auflage ein jeckes Jubiläum und auch das vor drei Jahren ins Leben gerufene Konzert „Memento“, das an die Zerstörung Dürens am 16. November 1944 erinnern soll, findet am Sonntag, 18. November, in der Marienkirche statt. Auf dem Programm steht unter anderem die „Messa di Gloria“ von Giacomo Puccini.

Politisches Kabarett

„Rosen haben auch Dornen“, betonte Thomas Lüttgens vom „Komm“-Zentrum bei der Präsentation der neuen Spielzeit und schaffte damit den Sprung zum politischen Kabarett, den sein Kleinkunst-Haus auch in der kommenden Spielzeit wieder präsentieren wird. So wird beispielsweise Wilfried Schmickler im Oktober sein Programm „Kein zurück“ im Haus der Stadt präsentieren. Und Ingolf Lück, der im Augenblick bei der Tanzshow „Let‘s dance“ von sich reden macht, präsentiert im März sein Kabarettprogramm „Neu“ in Düren.

Bürgermeister Paul Larue (CDU) betonte bei der Vorstellung des Dürener Kulturkalenders, dass das Programm alle Aspekte bedienen würde. „Schön ist auch, dass das Projekt ‚tanzwärts‘ im nächsten Jahr fortgesetzt wird“, sagte der Verwaltungschef. „Das ist eine Eigenproduktion, bei der rund 80 Dürener mitmachen und die das Publikum sehr begeistert.“ Die aktuelle „tanzwärts-Produktion „Ich und die anderen“ feiert am Freitag, 1. Juni, Premiere.

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