Nörvenich: Sie sind da, wenn Not am Mann ist: 40 Jahre THW Nörvenich

Nörvenich : Sie sind da, wenn Not am Mann ist: 40 Jahre THW Nörvenich

Mit einem Festakt hat der THW-Ortsverband Nörvenich seinen 40. Geburtstag gefeiert. Das Technische Hilfswerk (THW) öfnete seine Türen in Nörvenich.

Am 22. August 1950 hatte Otto Lummitzsch den Dachverband gegründet. Da auf einigen Dokumenten die Datumsangabe fehlt, ist die Gründung des THW-Stützpunktes in Nörvenich auf ein Zeitfenster vom Dezember 1973 bis zum März 1974 einzugrenzen. Am 15. Juni 1978 wurde aus dem THW-Stützpunkt in Nörvenich ein eigenständiger Ortsverband. Der Ortsverband war gegründet.

Seit nunmehr 40 Jahren hilft der Ortsverband , wenn Ortschaften von Überflutungen bedroht sind, wenn Stürme Bäume ausreißen und die Straßen unbefahrbar machen oder wenn die Stromzufuhr abgeschnitten ist. Dabei sind die ehrenamtlichen Helfer sowohl auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland als auch im Ausland tätig. So half das THW beispielsweise 1995 in den Niederlanden bei der Evakuierung verschiedener Ortsteile, die vom Maashochwasser betroffen waren. „Die unterspülte Renkerstraße in Lendersdorf in diesem Jahr war ein klassischer Einsatz“, erzählte“, erzählte Sascha Ramacher, der beim Ortsverband als Ausbildungsbeauftragter fungiert.

„Zu einem der spektakulärsten Einsätzen gehört die Rettung eines Jungen in Holland“, erinnerte sich der stellvertretende Ortsbeauftragte Oliver Borsdorff, „in der Regel unterstützten wir die Feuerwehr bei der Sicherung von Sachwerten. Hier ging es jedoch um ein Menschenleben“. Der sechsjährige Junge war 2002 in Kerkrade in ein Abwasserrohr gefallen. „Nach über sieben Stunden hatten wir es geschafft, den Jungen zu retten“, erinnerte sich Frank Meuser. Der Zugführer erhielt für seine langjährige Zugehörigkeit zum THW das „Ehrenzeichen in Silber“. Bereits mit 14 Jahren trat er dem THW bei, sodass er am 30. November auf 36 Jahre Arbeit bei dem THW zurückblicken wird.

Auch die heutige Jugend engagiert sich gerne beim Hilfswerk. „Damals war mein bester Freund beim THW. Durch ihn bin ich dann zum THW gekommen“, sagte Mats Gasper, der mittlerweile seit sechseinhalb Jahren Mitglied ist. Zur Zeit ist er als Junghelfer bei der sogenannten Jugend Plus aktiv. Er freut sich darauf, bald volljährig zu werden und zu den erwachsenen aktiven Helfern zu gehören.

Das THW bildet Mädchen und Jungen im Alter von von zehn bis 17 Jahren in spielerischer Form auf ihren späteren Einsatz als aktive Helfer aus. Dabei gilt das Motto „Spielend helfen lernen“. Den Kindern und Jugendlichen werden Kameradschaftsabende mit Übernachtungen, ein jährliches Zeltlager, aber auch Ausflüge wie zum Beispiel der Besuch eines Hochseilklettergartens oder Kanu fahren angeboten.

Dabei wird altersspezifisch der Umgang mit der THW Technik gelehrt. Dazu gehört beispielsweise der Umgang mit Notstromaggregaten, der richtige Aufbau und Einsatz von Scheinwerfern und der Aufbau von Notstromversorgungen.

(ihu)
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