Düren: Sie lernen nicht nur den Umgang mit dem Ball

Düren: Sie lernen nicht nur den Umgang mit dem Ball

Zuletzt waren Akira Kutsuzama und Atsuhiro Asanuma losgezogen, um einzukaufen. Die beiden Japaner sprechen erst ein paar Brocken Deutsch, des Englischen sind sie auch nicht mächtig. „Das ist dann damit geendet, dass sie eine Flasche Olivenöl für 20 Euro gekauft haben”, berichtet Bernd Virnich über die ersten Gehversuche der beiden Fußball-Schüler aus Fernost.

Kutsuzama und Asanuma sind im Oktober nach Düren gekommen, um ihr Können zu verbessern. Sie sind die ersten beiden Schüler von Soccerlife, der Fußballschule von Trainer Gert Engels. Der Dürener ist bekanntlich ein erfolgreicher Profi-Trainer in Japan, derzeit jedoch auf Vereinssuche. Seit Jahren plant Engels, in Düren eine Schule aufzubauen, in die sich talentierte japanische Fußballer einkaufen können.

Jetzt ist das Projekt angelaufen. „Es sollen natürlich noch mehr Jungs kommen”, berichtet Bernd Virnich, einer der Betreuer. Zwei weitere Nachwuchsfußballer hätten bereits zugesagt und werden in den kommenden Wochen erwartet. Zehn bis 15 sollen es mal sein. Zuletzt wart Gert Engels in Düren, um mit den beiden ersten zu arbeiten. „Für die Jungs ist das eine große Ehre. Schließlich ist Gert in Japan einer der bekanntesten Trainer”, berichtet Virnich.

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