Sendung "Dein Song": 13-Jährige treten mit selbstkomponierten Lied auf

Teenager Ivan und David bei „Dein Song“ : Mit einem eigenen Song ins Fernsehen

Die 13-jährigen Ivan und David treten mit ihrem selbstkomponierten Lied „Experiences“ bei der Casting-Sendung „Dein Song“ auf. Ivan schreibt die Texte, singt und spielt Klavier, David produziert die Songs am Computer, spielt Klavier und Schlagzeug.

„Ivan kann gut singen – ich nicht so“, erzählt David Nußbaum und grinst zu seinem Freund und Bandkollegen hinüber. Die beiden 13-Jährigen machen gemeinsam Musik: Ivan Jaouani schreibt die Texte, singt und spielt Klavier, David produziert die Songs am Computer, spielt auch Klavier und Schlagzeug. Mit ihrem dritten gemeinsamen Lied, dem Pop-Song „Experiences“ (Erfahrungen), haben sie sich bei der Casting-Sendung „Dein Song“ beworben, die beim TV-Sender Kika ausgestrahlt wird. Im Frühling startet die 13. Staffel, bei der die zwei Dürener mit 17 anderen Nachwuchsmusikern um den Titel „Songwriter des Jahres 2020“ wetteifern.

Nachdem ihre Bewerbung Erfolg hatte, wurden die zwei Schüler des Stiftischen Gymnasiums zum ersten Casting-Dreh nach Wiesbaden eingeladen und verbrachten dort zwei aufregende Tage. Auf Schloss Biebrich lernten sie nicht nur die Jury und die Moderatoren der Sendung kennen, sondern auch die anderen Teilnehmer. Die jungen Talente sind zwischen zehn und 18 Jahre alt, neben David und Ivan sind noch zwei andere Duos vertreten. „Ich finde, als Duo anzutreten, ist ein Nachteil, weil die Jury bestimmt abwägt, welches Zweierteam weiterkommt. Eigentlich ist es also ein zusätzlicher Wettbewerb innerhalb des Duos“, meint Ivan.

Trotz der Konkurrenzsituation sei die Stimmung aber großartig gewesen, erzählen die Jungs. Schon im Hotel haben die beiden andere Teilnehmer angesprochen, sodass sich schnell eine Clique gebildet, die gemeinsam Musik machte. Auch der Moderator der Sendung Bürger Lars Dietrich hat Eindruck auf die Dürener gemacht. David gerät ein bisschen ins Schwärmen: „Der ist vor der Kamera aufgedreht und lustig und genau so war er auch hinter der Kamera. Wir hatten total Spaß beim Mittagessen, da hat er am Nachbartisch die ganze Zeit Spökes gemacht.“

Noch begeisterter erzählen David und Ivan aber von den Dreharbeiten, für die Familie Jaouani extra den Frankreichurlaub umgeplant hat. Die beiden gaben Interviews, machten Soundchecks und bereiteten sich auf ihren Auftritt vor. „Wir haben im Hotel noch geübt, aber bei jeder Probe ist etwas schief gegangen: Mal haben wir uns verspielt, mal ist eine Stimme abgebrochen. Aber beim Auftritt lief alles glatt“, erinnert sich David und Ivan ergänzt grinsend: „Eine Probe war in einem Raum mit einer großen Kuppel, das hat so gehallt, dass jeder gehört hat, als ich mal ,Scheiße‘ gesagt habe.“

Über einen roten Teppich führte sie dann der Weg zum großen Auftritt vor der Jury. Eine Etage höher konnten die Eltern – mindestens genau so aufgeregt wie ihre Sprösslinge – das Geschehen verfolgen. „Es war wie im Traum“, sagt David. Die Jury, bestehend aus Ole Specht, dem Sänger der Band „Tonbandgerät“, Mieze Katz, der Frontfrau der Gruppe „Mia“, Musiker Angelo Kelly und der Singer-Songwriterin Lary, fand lobende Worte, hatte aber auch einige konstruktive Anmerkungen. Details dürfen Ivan und David nicht erzählen. Auch nicht, wie die erste Jury-Entscheidung ausgefallen ist.

Drei Optionen gibt es: Entweder ihr Fernseh-Abenteuer endet nach dieser ersten Station. Oder sie gehören zu denen, die mit zum Komponistencamp nach Ibiza fahren dürfen, wo sie mit bekannten Musikpaten wie Nico Santos, Rea Garvey, Vanessa Mai oder Max Mutzke an ihrem Song arbeiten. Oder aber sie haben die Jury so überzeugt, dass sie eine so genannte „Wildcard“ bekommen, eine Freikarte, um sich direkt fürs Finale zu qualifizieren. Das hätte den Vorteil, dass sie nicht auf Ibiza aus dem Wettbewerb fliegen könnten, aber den Nachteil, dass ihnen das Komponistencamp auf der Mittelmeerinsel entginge.

Wie es für David Nußbaum und Ivan Jaouani weitergeht, wird erst im Frühjahr verraten, wenn die 16-teilige Doku-Reihe ausgestrahlt wird. Bis dahin werden die beiden weiter Musik machen. Pläne gibt es genug: „Spanisch ist wie eine zweite Muttersprache für mich. Wir können uns deshalb auch vorstellen, in einem Song mehrere Sprachen zusammenzubringen“, sagt Ivan. „Uns geht’s um die Reichweite. Möglichst viele Leute sollen unsere Musik hören und sich darin wiederfinden. Deshalb ist es besser, wenn wir in mehreren Sprachen singen.“

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