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Düren: Sechs erste Preise für Musik-Nachwuchs der Dürener Musikschule

Düren : Sechs erste Preise für Musik-Nachwuchs der Dürener Musikschule

Die Stimmung war angespannt im Saal. Jeder wollte kurz vorher noch einmal sein Instrument stimmen und sichergehen, dass alles richtig funktioniert. Die jungen Musiker waren vor ihrem Auftritt hochkonzentriert, Eltern, Großeltern und Musiklehrer warteten aufgeregt im Publikum.

So begann am Sonntagmorgen der Wettbewerb „Jugend musiziert“ in der Musikschule Düren. Am Samstag hatten in Aachen und Heinsberg die ersten zwei Teile des Regionalwettbewerbs stattgefunden. In Düren durften sich dann junge Musiker an Klarinette, Saxofon, Oboe und Fagott jeweils in der Solokategorie und an Blechblasinstrumenten beweisen. Aus Düren nahmen fünf Schülerinnen und Schüler teil.

Musikschulleiterin Andrea Nolte, die den traditionsträchtigen Wettbewerb moderierte und für viele der Dürener Teilnehmer die Klavierbegleitung spielte, erklärt die Regeln: „Es können maximal 25 Punkte von der Jury vergeben werden“, sagt sie. „Wer mindestens 23 Punkte erreicht, qualifiziert sich für den Landeswettbewerb im März.“ Wer mit Talent, ganz viel Übung und vielleicht auch ein wenig Glück dort das Treppchen erreicht, kann bis zum Bundeswettbewerb weiterkommen.

Bei so einem großen Wettbewerb lagen manche Nerven dementsprechend blank, auch wenn die älteren Teilnehmer routiniert waren. Henric Kolvenbach aus Ginnick trat in der Altersgruppe IV am Fagott an. Das Instrument hat der 14-Jährige vor sieben Jahren an der Musikschule ausprobiert und war sofort begeistert. Dies war nun sein drittes Vorspiel, nervös, so sagt er, sei man aber trotzdem noch. „An meinem Programm arbeite ich eigentlich schon fast seit den Sommerferien und richtig intensiv geübt habe ich dann seit den Herbstferien“, sagt er. „Es steckt ganz schön viel Arbeit dahinter, macht aber auch Spaß.“

Jüngste Teilnehmer

Unter den Teilnehmern sind die jüngsten sechs oder sieben Jahre alt, während die ältesten Mitte 20 sind. Alle teilen sie aber zwei Dinge: die Liebe zur Musik und die Aufregung vor dem eigenen Auftritt. Felix Cuypers aus Kreuzau war der jüngste Teilnehmer mit gerade mal sieben Jahren. Aber auch er spielt schon Trompete, seit er fünf ist. Lehrer Geo del Valle ist stolz auf seinen Schützling. „Es gibt vier Dinge, die wichtig sind, wenn man als junger Musiker in so einem Wettbewerb mitmachen will“, erklärt er. „Was bedeutet ihm sein Instrument, ist er motiviert zu spielen und übt er fleißig? Aber am allerwichtigsten ist: Hat er den Wunsch, die Musik mit anderen zu teilen und vor Leuten zu spielen?“ Felix erfülle all diese Kriterien und gebe immer alles, betont der Trompetenlehrer.

Auf das Ergebnis ihres Auftritts mussten aber beide Musiker erst noch warten. Die Jury zog sich zur Beratung zurück und gab dann in einem Gespräch mit den einzelnen Teilnehmern das Feedback. Gabi Köster ist Oboenlehrerin und hat schon oft in den Jurys gesessen. „Wir achten darauf, wie gut die Jugendlichen für ihr Altersniveau abschneiden“, sagt sie. „Da dürfen auch ruhig einmal kleine Fehler passieren. Wichtig sind der Gesamteindruck, die Musikalität und die Technik am Instrument. Je nach Alter werden dafür andere Anforderungen gestellt.“

Köster freute sich wieder über das hohe Niveau. Dass die Kinder und Jugendlichen trotz G8 noch Zeit finden, ein Instrument so gut zu beherrschen, sei schön und wichtig. Auch für die Teilnehmer, die nicht weiter kommen, war „Jugend musiziert“ ein wichtiger Termin. Für Henric Kolvenbach und Felix Cuypers hatte die Jury gute Nachrichten: Beide bekamen den ersten Preis, Henric Kolvenbach qualifizierte sich für den Landeswettbewerb, für den Felix Cuypers noch zu jung ist.