Düren: Schulleiter des Burgau-Gymnasiums geht nach Buenos Aires

Düren: Schulleiter des Burgau-Gymnasiums geht nach Buenos Aires

Es ist ein großer Schritt: Schulleiter Andreas Grüderich verlässt das Burgau Gymnasium. Am 29. Juli tritt er seine neue Stelle rund 11 428 Kilometer Luftlinie von hier entfernt an. Er wird Schulleiter an der deutschen Schule „Instituto Ballester“ in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.

„Ich wollte schon als junger Mann einmal nach Argentinien auswandern“, so Grüderich. „Damals habe ich auch Spanisch gelernt. Dieses Land, überhaupt Südamerika, fasziniert mich einfach.“

Das „Instituto Ballester“ ist eine große Schule mit 1650 Schülern (mehr als doppelt so viel wie am „Burgau“), hier werden Jungen und Mädchen vom Kindergarten bis zum Abitur betreut. „Das Instituto Ballester, erzählt Andreas Grüderich, „ist keine Expertenschule nur für deutsche Kinder. Die Schüler sind fast ausschließlich Argentinier mit deutschen Wurzeln.“ Er habe Zeit seines Berufslebens, so Andreas Grüderich, viel in internationalen Beziehungen gearbeitet. „Ich habe zum Beispiel am Burgau-Gymnasium den Kiev-Austausch vorangetrieben“, sagt er. „Die Begegnung mit Kulturen hat mich immer sehr interessiert.“ Andreas Grüderich hat schon an verschiedenen Schulen gearbeitet, unter anderem auch in den USA. „Alle Schulen waren Gymnasien mit einem bilingualen Zweig. Und das ist in Buenos Aires jetzt auch wieder so.“

Ein Überseevontainer geht mit

Am Wochenende nach dem letzten Schultag heißt es für Andreas Grüderich, seine Sachen zu packen. „Ich nehme schon viele Sachen, auch Möbel, Hausrat und Bücher mit. Ich schicke einen großen Überseecontainer nach Argentinien.“ Andreas Grüderich fliegt am 24. Juli nach Buenos Aires. „Mein Container wird drei Wochen unterwegs sein, solange wohne ich im Hotel.“ Die Zeit muss Andreas Grüderich nutzen, um in Buenos Aires eine Wohnung zu finden. „Das ist gar nicht so einfach. Schließlich ist Buenos Aires eine riesige Metropole.“ Grüderich freut sich auf seine Zeit in der argentinischen Hauptstadt. „Buenos Aires wird auch ‚Paris Südamerikas‘ genannt“, erzählt er. „Es gibt hier über 180 Theater. Das ist wirklich eine tolle Stadt.“ Vermissen, so der Pädagoge, wird er seine vier Kinder und auch die Kollegen vom „Burgau“. „Mich reizt die neue Herausforderung“, so Grüderich. „Und ich freue mich auf den milden argentinischen Winter.“

Die Schulleiterstelle am „Burgau“ soll in den Sommerferien neu ausgeschrieben werden. Wenn alles nach Plan läuft, soll Grüderichs Nachfolger am 1. Februar 2014, also zum zweiten Schulhalbjahr seinen Dienst antreten.

(kin)
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