Düren: Schützenstraße: Politik ist zurück aus der Sommerpause

Düren: Schützenstraße: Politik ist zurück aus der Sommerpause

Die Sommerferien sind vorbei und damit auch die Zeit der politischen Pause. Schon einige Tage vor dem Schulstart haben sich die Parteien in Düren mit einem Thema zurück gemeldet, das auch fortan noch für Diskussionen sorgen wird.

Es geht um die Umsetzung des Masterplanes im Allgemeinen und die Umgestaltung des Schützenstraßenareals im Speziellen.

Der vom Aachener Stadtplaner Dr. Harald Heinz federführend erstellte Masterplan sieht für die westliche Schützenstraße eine Grünanlge mit Wasserflächen als denkbares Modell vor. Die neue Ampelkoalition in Düren, bestehend aus SPD, Grünen, FDP und Linken, will das Thema vorantreiben und fordert eine zügige Umsetzung. SPD-Fraktionschef Henner Schmidt wünscht sich im Rahmen eines Architektenwettbewerbs mehrere Gestaltungsvarianten für das Gelände.

CDU-Chef Thomas Floßdorf fordert dagegen, zunächst alle im Masterplan aufgeführten Maßnahmen „mit Ruhe zu diskutieren“ und dann möglichst im Konsens mit den übrigen Ratsparteien zu entscheiden, welche Projekte umgesetzt werden sollen. Klar ist. Nicht alle Maßnahmen können realisiert werden. Fachleute haben ausgerechnet, welche Kosten entstehen, wenn sämtliche Projekte verwirklicht würden. Laut Baudezernent Paul Zündorf geht es um 30 Millionen Euro für öffentliche Maßnahmen. Vom Land NRW bezuschusst werde könnten 80 Prozent davon, also 24 Millionen Euro. Den Rest muss die Stadt aufbringen.

Der Zuschussantrag soll noch in diesem Jahr gestellt werden, wenn der Dürener Rat am 2. November die Endfassung beschlossen wurde. Mit einer Bewilligung der Fördersumme sei nicht vor Mitte kommenden Jahres zu rechnen, sagte Paul Zündorf den „DN“. Bis spätestens 2024 sollen die dann Einzelmaßnahmen wie Gestaltung von Theodor Heuss-Park, Kaiser- und Marktplatz oder Stadthallengelände abgearbeitet werden, sofern sie politisch beschlossen sind.

Während die Ampel-Koalitionäre als Erstes das Schützenstraßenareal in Angriff nehmen wollen, favorisiert die CDU eine Umgestaltung der Kölnstraße, die in den Masterplan aufgenommen wurde und bisher nicht mit einem neuen Pflaster versehen wurde, weil sich einzelne Anwohner finanziell nicht beteiligen wollten. Nun ist die Verwaltung zuversichtlich, die Einkaufsstraße sanieren zu können.

Im Masterplan sind nicht nur steuerfinanzierte Projekte aufgeführt, sondern auch private Maßnahmen (etwa Bauvorhaben). Insgesamt geht es in diesem Bereich um ein Volumen von 200 Millionen Euro.

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