Hürtgenwald: Schon wieder muss ein Hochstand dran glauben

Hürtgenwald: Schon wieder muss ein Hochstand dran glauben

Im Wald herrschen Stille und Frieden, denkt mancher und liegt damit ziemlich daneben. Denn im Wald prallen die Interessen ganz verschiedener Gruppen aufeinander. Auch in dem Teil, der zur Gemeinde Hürtgenwald gehört.

Da müssen die Jagdpächter mit den Tierschützern auskommen. Diese beiden wiederum mit den Landwirten. Und alle drei haben es gelegentlich mit Randalierern zu tun, die einfach kaputtmachen, was ihnen gerade im Wege steht.

Michael Eggert, Mitarbeiter von Jagdpächter Josef Sieger, hat am Dienstag den „Dürener Nachrichten” den Verlust eines Hochstandes gemeldet. Der befand sich zwischen Großhau und Kleinhau, Höhe Finkenheide, und wurde von Unbekannten niedergebrannt.

Eggert geht von Brandstiftung aus und ist verärgert, denn es war schon die vierte Jagdkanzel, die komplett neu aufgebaut werden muss. „Seit Mitte vorigen Jahres” seien noch drei andere Hochstände zerstört worden. Für die Schäden muss der Jagdpächter, der ohnehin für die Pacht nicht wenig bezahlt, aufkommen.

Für Willi Jörres, Sprecher der Polizei in Düren, sind zerstörte Hochstände ebenfalls nichts Ungewöhnliches. „Das kommt vor”, sagt Jörres. Es gebe im Wald „Leute, die unterschiedlicher Meinung sind und zu illegalen Mitteln greifen”.

Von einer Serie, also von auffällig vielen Wildschäden im gesamten Kreis Düren könne derzeit aber nicht die Rede sein.

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