Kommentar zum Thema Strukturwandel: Schon einige Chancen verpasst

Kommentar zum Thema Strukturwandel : Schon einige Chancen verpasst

Die Forderung der Stadt Düren und ihrer Partner Kreuzau, Merzenich und Niederzier ist berechtigt. Soll der Strukturwandel gelingen, darf der von den Landesregierung bereits zugestandene Sonderbedarf an Gewerbeflächen kein Lippenbekenntnis bleiben.

Er muss so schnell wie möglich von der Bezirksregierung anerkannt und bewilligt werden. Dafür ist eine klare Anweisung aus Düsseldorf erforderlich. Denn angesichts einer Vorlaufzeit für Planung, Ankauf und Erschließung von bis zu drei Jahren ist es schon heute höchste Eisenbahn, sollen 2022/23 mit dem voraussichtlichen Aus des ersten Kohlekraftwerks die wegfallenden Arbeitsplätze kompensiert werden.

Den schwarzen Peter jetzt aber allein der Bezirksregierung zuzuschieben, wäre zu einfach. Zur Wahrheit gehört auch, dass die Stadt Düren in den vergangenen Jahren große Chancen verpasst hat. Das interkommunale Gewerbegebiet mit Langerwehe, mehr als 100 Hektar groß, von denen Köln bereits 50 genehmigen wollte, scheiterte daran, dass sich die Langerweher Politik bevormundet fühlte.

Der vom Landrat angestoßene Gewerbepark rund um ein Containerzentrum zwischen Arnoldsweiler und Merzenich wurde fallen gelassen, bevor die Pläne im Detail mit den bereits Widerstand leistenden Anwohner diskutiert werden konnten. Wären beide Projekte weiterverfolgt worden, gebe es wahrscheinlich schon heute oder in naher Zukunft die mit Blick auf das Tempo des Strukturwandels dringender denn je benötigten Arbeitsplätze.

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