Düren: Schnelleres Internet in Düren?

Düren: Schnelleres Internet in Düren?

„So lange der Computer die Seite aufbaut, können wir ja schon mal einen Kaffee trinken gehen”, sagte der Kollege aus der Verwaltung in grauer Vorzeit gerne. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis der Rechner eine Internetverbindung hergestellt hatte.

Heute ist das anders - fast überall. Dennoch gibt es in Düren Stadtteile, die sich ein schnelleres weltweites Netz wünschen würden. Da es aber an entsprechend leistungsfähigen Kabeln fehlt, dauert es mitunter recht lang.

Die Stadt Düren will nun mit einem Fragebogen ergründen, welcher Datentransport in den schlechter gestellten Stadtteilen von Bürgern und Firmen nachgefragt wird. Bessere Leitungen wären in Merken, Konzendorf, Birgel, Berzbuir und Kufferath notwendig, sagte der städtische Wirtschaftsförderer Heinz Mannheims bei einem Pressegespräch. Betroffen sich rund 6000 Menschen.

Sie sollen nun detailliert Auskunft geben, wie ihr Haushalt im Zusammenhang mit den Internet ausgestattet ist und was sie sich wünschen würden. Damit allein wird sich aber nichts verbessern. Unternehmen, die notwendige Breitbandkabel verlegen, machen das nur, wenn es sich auch rechnet.

Eher ländlich strukturierte Gebiete ziehen da schnell den Kürzeren. Deshalb gleicht die Öffentliche Hand diese so genannten Wirtschaftlichkeitslücken aus.

Auch in Düren soll das so sein, wie Bürgermeister Paul Larue jetzt erklärte. Wenn die fraglichen Stadtteile mit einem schnellen Internet versorgt werden würden, kämen auf die Stadt Kosten in Höhe von rund 125 000 Euro zu. Das sind 25 Prozent der Gesamtsumme, die fällig wird, um die Kabel zu verlegen.

Für den Rest käme ein Landes- beziehungsweise EU-Förderprogramm auf, sagte Wirtschaftsförderer Heinz Mannheims. Die in Düren unterversorgten Stadtteile können sich also Hoffnung machen, dass sie innerhalb der nächsten drei Jahre zügiger mit dem Internet arbeiten können. Es geht um eine Geschwindigkeit von mindestens 2000 Kilobits pro Sekunde. Höhere Übertragungsgeschwindigkeiten seien ausdrücklich erwünscht, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt.

„Schnelles Internet ist heute ein wichtiger Standortfaktor”, sagten Bürgermeister Larue und Wirtschaftsförderer Mannheims. Nicht nur Unternehmen machten ihre Ansiedlung davon abhängig, sondern auch mehr und mehr Privathaushalte.

Die entsprechenden Ortsteile werden von der Stadt angeschrieben. Die Befragung kann auch online abgewickelt werden.

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