Düren: Schneller Emil fährt wieder die Spielplätze an

Düren: Schneller Emil fährt wieder die Spielplätze an

„Du bist mein Kumpel” begrüßt ein kleiner Junge mit Piratenbemalung im Gesicht den Berichterstatter auf dem Abenteuerspielplatz im Rurpark. Er und etwa 25 andere Kinder sind mit ihren Eltern und Großeltern in den Park gekommen, um das Angebot des Schnellen Emils zu nutzen.

Der Schnelle Emil ist ein Bus, randvoll mit Spielen für Kinder. Auf der Wiese findet gerade ein Wasserparcourlauf statt. Die Kleinen in zwei Teams versuchen, die Wasserbomben schneller zu transportieren als das gegnerische Team. Unter dem Schatten der Bäume sind hingegen Tische aufgebaut: Schminke, Scheren und Pappe liegen verstreut herum, und die Kinder basteln mit Eltern und Betreuern an allerlei Dingen.

Einsatz vor Ort

Groß und Klein scheinen gleichermaßen begeistert: „Ich komme mit meiner Enkelin hierhin seit sie drei ist, diese Aktion ist super”, schwärmt Hilde Küpper. „Echte Groupies”, ergänzt Berthold Becker vom Dürener Jugendamt scherzhaft.

Der Schnelle Emil - scheinbar gibt es ihn schon so lange, dass selbst die Mitarbeiter bei der Frage, wann er denn ins Leben gerufen wurde ins Stocken geraten. „So Anfang der 80er”, vermutet Berthold Becker, und erinnert sich dann doch genauer, „es gibt ihn seid 1983”. Die Initiative ging vom Jugendamt und dem Spielpädagogischen Dienst Düren aus.

Grundgedanke ist, die Kinder an Ort und Stelle zu besuchen, also auf sie zuzugehen. Der Schnelle Emil kommt zu den Kindern und nicht umgekehrt. Seither gibt es die jährliche Sommerferienaktion, bei der jedes Jahr andere Spielplätze der Dürener Umgebung angesteuert werden.

Mit der Initiative hat Düren damals eine Vorreiterrolle eingenommen, viele andere Städte haben das Projekt gleichfalls eingeführt.