Niederzier: Schnelle Hilfe für Wanderer auf der Sophienhöhe

Niederzier : Schnelle Hilfe für Wanderer auf der Sophienhöhe

In Notfällen kann nun auf der Sophienhöhe schneller Erste Hilfe geleistet werden. RWE Power richtete in dem weitläufigen Waldgebiet insgesamt 53 Rettungspunkte ein. Bei schönem Wetter erklimmen mehr als 1500 Naturfreunde täglich die Sophienhöhe.

Wandernd, laufend, mit Nordic Walking Stöcken und per Rad. Was ist, wenn sich einer von ihnen in dem weitläufigen Waldgebiet verirrt oder sich verletzt? Selbst wenn der Betroffene per Handy Hilfe alarmieren kann - die Beschreibung des aktuellen Aufenthaltsortes gestaltete sich bislang schwierig. Der Hinweis „Ich bin auf der Sophienhöhe” half der Kreis-Leitstelle in Stockheim wenig weiter. Hier geht es schließlich um ein Gebiet von 1100 Hektar Fläche mit mehr als 100 Kilometer Wanderwegen.

Ab sofort können Hilfesuchende schneller und zuverlässiger gefunden werden. Dazu wurde ein „Netz” von Rettungspunkten über die Sophienhöhe gelegt. Im regelmäßigen Abstand stößt der Wanderer auf ein Hinweisschild, auf dem die jeweilige Nummer des Rettungspunktes, die Notfallnummer 112 und eine Karte des Wandergebietes notiert sind. Gibt man die entsprechende Rettungspunkt-Nummer durch, weiß die Leitstelle sofort, an welchem Ort genau die Hilfe benötigt wird. Es gibt zehn Zufahrten zur Sophienhöhe, an manchen Stellen kann bei Bedarf der Rettungshubschrauber landen.

Im Beisein von Vertretern von Förstern, Polizei, Feuerwehr, Malteser Hilfsdienst und des Deutschen Roten Kreuzes enthüllte Tagebau-Direktor Hans-Joachim Bertrams am Mittwoch offiziell und öffentlichkeitswirksam einen der Rettungspunkte, die Nummer 3. „Bergleute und Forstleute haben mit der Sophienhöhe einen Naturraum geschaffen, der wohl einmalig ist, in dem man aber auch leicht die Orientierung verlieren kann”, erläuterte Betrams. „Deshalb muss man auch an die Sicherheit der Erholung Suchenden denken.”

Erster Wanderer, der die neuen Tafeln in Augenschein nahm, war Alwin Reiche aus Jülich. Schon mehrfach hatte das Mitglied des Eifelvereins zuletzt mit erleben müssen, wie sich Freunde aus seiner Gruppe unterwegs am Fuß verletzten und Hilfe brauchten. „Dann ist es oft schwierig, den Rettungskräften den Standort zu beschreiben.” Reiches Urteil zu den neuen Rettungspunkten fiel denn auch positiv aus: „Eine super Idee”.

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