"Schneeweißchen und Rosenrot" im Haus der Stadt

„Schneeweißchen und Rosenrot“ : Wertvolles musikalisches Theaterstück

Pünktlich zum ersten Advent wurden die Kinder in Düren mit einem Märchen aus alten Zeiten beschenkt. Viele kleine Zuschauer, ihre Eltern und Großeltern genossen zwei schöne Stunden in der Welt von Grimms Geschichten.

„Schneeweißchen und Rosenrot“ kamen nach Düren, um für die Kinder aus der Region zu singen, zu tanzen und ihnen eine Welt der Wärme, Harmonie, des Zusammenhalts und der Gerechtigkeit zu zeigen.

Es war einmal… in einem abgeschiedenen Holzfällerhaus wohnten Schneeweißchen und Rosenrot mit ihrer Mutter. Da sie keinen Vater mehr hatten, halfen beide Mädchen der Mutter den Lebensunterhalt zu verdienen. Und sie kümmerten sich liebevoll um die Tiere, besonders im Winter. Schneeweißchen und Rosenrot wollten gerne wissen, ob Kinder aus dem Publikum sich auch um die Tiere draußen kümmern. Schnell bekamen sie nur positive Antworten.

Eines Abends, im schneebedeckten und bitterkalten Winter, klopfte es an der Tür. Die Mutter bittet einen erschöpften Wanderer ins Haus und gibt ihm von der köstlichen Suppe. Das nächste Mal klopft ein Bär, auch er bittet um Einlass. Auch er darf hinein und wärmt sich auf. Es ist kein gewöhnlicher Bär, sondern ein sprechender Bär. Der Bär tanzt und singt dazu, so dass die Furcht der Mädchen verschwindet. Der Bär bleibt bis zum Frühling in der warmen und fröhlichen Stube. Aber dann ist es an der Zeit, sich zu verabschieden, um nach einem bösen Zwerg zu suchen.

Nicht der Bär, sondern die zwei Mädchen mit guten Herzen begegnen ihm jedoch im Wald. Sie helfen ihm immer wieder, aber er ist trotzdem unzufrieden und bleibt böse. Auch die Kinder im Publikum sind über seine Undankbarkeit und seine Gier empört. Die große Erleichterung tritt ein, als der Bär Schneeweißchen und Rosenrot vor dem Zwerg rettet und ihn besiegt. Und plötzlich steht er da, der König selbst, den der Zwerg zu einem Bären verzaubert hat. Er bittet um die Hand von Schneeweißchen. Und der Wanderer sei sein Bruder, der Rosenrot heiraten will.

Es war ein wertvolles musikalisches Theaterstück, das weder an Besetzung noch an Dekor und Bühnenbildern sparen wollte. Das Theaterstück war gespickt mit adaptierten bekannten Kinderliedern, so dass auch die Zuschauer mitsingen oder mitsummen konnten.

Kinder brauchen das Theater und zwar diese Art von Theater. Sie nähern sich dadurch an das Schöne und das Gute, ihre Herzen erfahren Freude und Gerechtigkeit. Das Privattheater Deutsche Kammerspiele aus dem baden-württembergischen Endingen leistet seit Jahren einen unverzichtbaren und lobenswerten Erziehungsbeitrag.

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