Düren: Schausteller wünschen Verlängerung der Kirmes

Düren: Schausteller wünschen Verlängerung der Kirmes

Es ist das Thema am Donnerstagnachmittag beim Gästetag der Dürener Annakirmes gewesen: Soll der Rummel demnächst zehn Tage dauern? Und anstatt samstags um 15 Uhr schon freitags um 17 Uhr anfangen? Das jedenfalls ist Wunsch der Schausteller.

Hans-Bert Cremer, Vorsitzender des Verbandes Reisender Schausteller, und sein Stellvertreter Rolf Lentzen wollen demnächst, spätestens nach der Kommunalwahl, einen entsprechenden Antrag ans Ordnungsamt der Stadt Düren stellen.

Das muss nämlich in erster Instanz entscheiden. Gibt es Schwierigkeiten, geht der Antrag an den Kreis und danach an die Bezirksregierung in Köln, die sich in der langen Geschichte der Annakirmes erst einmal einschalten musste. Das war in den 90er Jahren, als es massive Anwohnerbeschwerden gab.

„Zum Wochenende gehört der Freitagabend”, so Hans-Bert Cremer. „Am Eröffnungstag war der Kirmesplatz schon mittags voll, und die Leute haben sich gewundert, dass noch nichts auf hatte.” Ein zehnter Kirmestag, so Cremer weiter, würde auch den gestiegenen Kosten der Schausteller gerecht werden. Angst, mit der Rheinkirmes in Düsseldorf in Kollision zu kommen, haben die Schausteller nicht.

Rolf Lentzen: „Es war in diesem Jahr so, dass die Rheinkirmes bis zum 26. Juli gedauert hat, und wir in Düren am 25. Juli angefangen haben. Es gibt kaum Schausteller, die beide Rummel machen. Düren ist immer noch die beste Kirmes.” Für Lentzen macht eine Verlängerung der Annakirmes nur Sinn, wenn die Stadt auf eine Erhöhung der Standgebühren verzichtet. „Wir brauchen die anderthalb Tage mehr. Aber nicht, wenn die Kosten noch mehr steigen,”

Achim Greiff, kommissarischer Platzmeister der Kirmes, sieht eine Verlängerung des Rummels kritisch: „Ich kann die Schausteller verstehen und die Kollegen vom Ordnungsamt werden einen Antrag sorgfältig prüfen.”