Schäfer in Kettenheim muss Bußgeld zahlen

Tierkadaver in Kettenheim : Kreis leitet Bußgeldverfahren ein und prüft Tierhalteverbot

Nachdem Tierschützer das Veterinäramt auf kranke Schafe und Tierkadaver auf einer Wiese in Kettenheim hingewiesen hatten, wird der Kreis nun ein Bußgeldverfahren einleiten.

Dabei beruft sich die Behörde auf das so genannte Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz. Dort heißt es in Paragraph 10 zur Aufbewahrungspflicht, dass Kadaver so gelagert werden müssen, dass weder Tiere noch unbefugte Personen Zugang dazu haben. Dies scheint der Schäfer, auf dessen Wiese am 30. Dezember fünf unterschiedlich stark verweste Schafkadaver gefunden worden sind, nicht beachtet zu haben. Des weiteren prüft der Kreis Düren, ob ein Tierhalteverbot durchsetzbar ist, da der Schäfer schon mehrfach auffällig geworden ist – und dies bereits vor Jahrzehnten. Bereits der vorherige Kreisveterinär Dr. Leo Degen, der bis 2003 im Amt war, hat die Zustände auf der Wiese genau im Blick behalten, wie er selbst sagte. Weil auf dem Gelände auch schon Müll und Unrat gefunden wurde, wird neben dem Veterinäramt nun auch das Umweltamt aktiv, teilte der Kreis mit. (wel)

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