Sasse und Allen: Von New York gleich auf Dürener Jazz-Bühne

Martin Sasse und Harry Allen : Von New York gleich auf Dürener Jazz-Bühne

Der Planet Jazz Club Düren hat zu seinem diesjährigen Abschlusskonzert Jazz-Musiker eingeladen, die auf den Bühnen der Weltmetropolen zu Hause sind. Mit einem weiteren Leckerbissen für die Fangemeinde wollten die Organisatoren das musikalische Jahr verabschieden.

Und so präsentierte Jazz-Pianist Martin Sasse mit seinem Trio sein außerordentliches Können in Düren an der Seite des US-Tenorsaxophonisten Harry Allen.

Der Kölner Musiker, der schon ein Dauergast an der Rur ist und viele Kontakte zur internationalen Szene hat, lädt immer wieder weltweit agierende Jazz-Kollegen zu gemeinsamen Konzerten ein. Der Stargast kam diesmal aus den USA: Harry Allen – am Sonntag noch in New York, am Freitag auf der Bühne in Düren. Der künstlerische Leiter des Planet Jazz Clubs Düren, Mark Oliver, versprach allen Swing-Fans ein unvergessliches Konzert.

30 eigene CDs

„Es ist schön, Musiker von diesem Rang in Düren zu haben“, erklärte Mark Oliver und machte aus seiner großen Vorfreude keinen Hehl. Allein seine drei CDs auf Platz 1 des japanischen Swing Journals, seine 30 CDs nur unter eigenem Namen und die unzähligen Platten und CDs, produziert mit anderen Musikern, sprechen für seine Größe.

Der amerikanische Tenorsaxophonist Harry Allen schaffte es schon mit dem ersten Sound, das Publikum zu verzaubern. Der vordergründige Saxophon-Klang erzählte Geschichten im unverwechselbaren Stil des Swing der 30er und 40er Jahre mit einem modernen Touch. Der klare, voluminöse Klang seines Tenorsaxophons stach heraus und war die treibende Kraft im Quartett.

Das Klavier mit Martin Sasse, der Kontrabass mit dem Ersatzmann Mathias Nowak und das Schlagzeug mit Joost van Schaik neigten dazu, ihm zu dienen, hintergründig und trotzdem ebenso stark zu agieren, um harmonische Stücke hervorzubringen.

100 Menschen genossen in der Fabrik für Kultur und Stadtteil (Becker und Funck) ein Konzert vom Allerfeinsten. Zarte, sogar melancholische, aber auch ganz schnelle Swing- und Mainstreamkompositionen und immer wieder genussvolle Solomomente haben das Konzert für Zuhörer zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Weitere sechs Konzerte innerhalb Deutschlands folgen diesem Auftritt in Düren in dieser Zusammensetzung.

Seit zehn Jahren stemmt der Planet Jazz Club Düren gute Jazz-Konzerte, und jedes Mal versucht er, die Qualität hoch zu halten.

Zum nächsten Konzert wird am 10. Januar in der Aula des Stiftischen Gymnasiums die WDR Big-Band erwartet.

Mehr von Aachener Nachrichten