Hürtgenwald: Sanierungen an den Schulen im Gemeindegebiet werden teurer

Hürtgenwald : Sanierungen an den Schulen im Gemeindegebiet werden teurer

Die Sanierungen und Renovierungen der Schulen im Gemeindegebiet werden teurer, als zunächst von der Verwaltung ermittelt. Das geht aus einer Vorlage hervor, die am Dienstag, 4. September, 18 Uhr, im Schulausschuss diskutiert wird. Alle Maßnahmen erfolgen mit Hilfe des Landesprogramms „Gute Schule 2020“, aus dem der Gemeinde bis Ende des Jahres 255.430 Euro zur Verfügung stehen.

Die Summe setzt sich aus den Förderungen der Jahre 2017 und 2018 zusammen und muss bis Jahresende ausgegeben werden. Die Gemeinde hatte zunächst ein Konzept „ohne ingenieurmäßige Hilfe“ erstellt, das sie nun aktualisiert hat. Das heißt, dass die Kosten für die geplanten und bereits ausgeschriebenen Arbeiten auf 482.700 Euro gestiegen sind. Ursachen sind laut Vorlage, dass sich „verdeckte Mängel erst nach Öffnung der Bauteile zeigten“, und dass die aktuell gute Auftragslage bei den Unternehmen zu einer „allgemeinen Kostensteigerung“ führte.

Die Verwaltung geht nun davon aus, dass sich die Arbeiten über den Jahreswechsel hinziehen. Somit können auch die Fördergelder aus 2019 genutzt werden, heißt es in der Vorlage. Darin steht auch ausdrücklich: „Die Streichung einzelner Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt wird als nicht zielführend erachtet.“

Aus dem Sachstandsbericht über die Arbeiten für 2018 geht unter anderem hervor, dass noch unklar ist, ob die Arbeiten an den Pavillonklassen der Gemeinschaftsgrundschule Vossenack bis Ende 2018 beginnen. Das betrifft vor allem den Fensteraustausch, die Kosten belaufen sich nach Angaben der Verwaltung auf 320.000 Euro. Auch die Erstellung des Brandschutzgutachtens verzögere sich, da das beauftragte Ingenieurbüro ausgelastet sei.

Eine weitere Mitteilungsvorlage für den Schulausschuss befasst sich mit der Sanierung des Daches der Gemeinschaftsgrundschule in Gey. Die war auch für dieses Jahr vorgesehen, jedoch unabhängig vom Förderprogramm „Gute Schule 2020“. Im Haushalt waren 300.000 Euro für die Sanierung inklusive Fenstererneuerung eingeplant.

Zimmereibetrieb fehlt

Noch steht nicht fest, wann die Arbeiten beginnen. Laut Vorlage „besteht die Hoffnung“, dass die Handwerker in den kommenden Herbstferien loslegen. Damit dieses Ziel erreicht wird, müsse aber noch „ein leistungsfähiger Zimmererbetrieb“ gefunden werden — daran haperte es bislang, weil sich kein Unternehmen dieses Gewerkes auf die Ausschreibung gemeldet hatte. Auch in diesem Fall spiele die gute Auftragslage der Firmen eine große Rolle. Die Verwaltung hatte laut Vorlage „acht bis zwölf“ Firmen über die Dienstleistungsgesellschaft Südkom für jedes der benötigten Gewerke angeschrieben.

(cro)
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