RWTH, Fachhochschule und das Stiftische Gymnasium in Düren kooperieren

Talentierte Schüler fest im Blick : Der Scout kümmert sich intensiv um die Gymnasiasten

Seit Beginn des laufenden Schuljahrs werden am Stiftischen Gymnasium in Düren talentierte Schüler im Rahmen des Talentscoutings über einen Talentscout der Aachner Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH ) und der Fachhochschule (FH) Aachen beraten und gefördert.

Die Verträge über die Zusammenarbeit unterzeichneten der stellvertretende Schulleiter Ulrich Meyer, FH-Prodekanin Professor Dr. Martina Klocke und RWTH-Vertreter Yusuf Bayazit. Gleichzeitig übergab Talentscout Gürkan Özkan den Vertretern des Stifts als erstem Gymnasium im Kreis Düren die Plakette „Schule im NRW Talentscouting“.

Das NRW-Talentscouting setzt an der Tatsache an, dass oftmals nicht vorhandene Talente über den Bildungsweg eines Schülers entscheiden, sondern seine familiären Hintergründe. Ein zentrales Ziel des Programms ist es, jungen Menschen unabhängig vom Einkommen, Bildungsstand oder Herkunft gleiche Bildungschancen zu ermöglichen. Talentierte Jugendliche aus weniger privilegierten Verhältnissen werden ermutigt, sich ein Studium oder eine Berufsausbildung zuzutrauen und dabei unterstützt, diesen Weg erfolgreich zu bestehen. Das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) stellt dafür bis 2020 jährlich bis zu 6,4 Millionen Euro zur Verfügung. Aktuell beteiligen sich neben den Aachenern 15 weitere Hochschulen in NRW an dem Programm.

Yong-Zhe Hu, Meret Mertens und Merdan Senpinar berichteten von ihren ersten Erfahrungen in dem Programm, das das am Stift schon praktizierte Konzept der Berufs- und Studienorientierung ergänzt. Die 20 Teilnehmer wurden von ihren Lehrern vorgeschlagenen, und zwar nicht allein aufgrund guter Schulnoten oder Inselbegabungen in einzelnen Fächern, sonder beispielsweise auch, weil sie sich ehrenamtlich engagieren. Der Scout besucht sie einmal im Monat zur persönlichen Beratung, ist aber jederzeit für seine Schützlinge ansprechbar, wobei ein gutes persönliches Verhältnis durchaus erwünscht ist.

(kel)
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