Inden: Rund 350.000 Euro sind weg: Indener Rechenfehler mit Folgen

Inden : Rund 350.000 Euro sind weg: Indener Rechenfehler mit Folgen

Rund 350.000 Euro sind weg, und in der Gemeinde Inden hat das Rätselraten angefangen, wie das Geld versickern konnte. Um das vorweg zu nehmen: Ein Verbrechen ist nicht in Sicht. Allerdings läuft seit dem jüngsten Bau- und Vergabeausschuss die Suche.

Keiner der Ausschussmitglieder konnte sich einen Reim auf das vorliegende Zahlenwerk der Abwassergebühren machen, auch der Vorsitzende Josef-Johann Schmitz (SPD) nicht. Der formulierte den Auftrag an die Verwaltung, bis zur nächsten Ratssitzung eine Erklärung abzugeben.

Fest steht nur so viel: Es handelt sich um die Abwassergebühren, die eine Kommune sich über die Nebenkosten von den Kanalbenutzern zurückholt. Städte und Gemeinden berechnen die aufgrund der Vorjahresverbräuche an Frischwasser. 2015 hat das Wasserwerk Aldenhoven seinen Abrechnungszyklus geändert, von einer Abrechnung in der Jahresmitte hin zu einer am Jahresende. Um da hin zu kommen, war eine Halbjahresrechnung notwendig. Möglicherweise hat die Gemeindeverwaltung diese als Jahresrechnung verbucht, ist von niedrigeren Verbräuchen ausgegangen und hat den Kanalbenutzern Geld erstattet. Genau dieses Geld muss die Gemeinde in Form einer Gebührenerhöhung ab 2019 zurückfordern.

Es kann aber sein, dass das Defizit zum Teil kompensiert wird von einer Abwassergebühr-Nachzahlung aus dem Tagebaubetrieb für die Jahre 2014 bis 2017.

(jan)