Rund 100 Kurden gehen in Düren auf die Straße

Friedlicher Protestzug : Rund 100 Kurden gehen in Düren auf die Straße

Rund 100 Menschen, darunter viele im Raum Düren lebende Kurden, demonstrierten am Freitagabend nach Angaben der Polizei in der Dürener Innenstadt gegen den Einmarsch türkischer Truppen in Nord-Syrien.

Initiiert hatte die Kundgebung der Dürener Verein „Kurdisches Demokratisches Gesellschaftszentrum“ mit Sitz an der Rütger-von-Schevenstraße. Der Protestzug verlief friedlich.

Mit gelb-rot-grünen Fahnen und großen Plakaten, auf denen der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan als Sultan und die Türkei als „faschistischer Staat“ betitelt wurden, machten sich die Menschen auf den Weg durch die Rurstadt.

Der Protestmarsch setzte sich am Bahnhofsvorplatz in Bewegung und zog über die Josef-Schregel-Straße, Arnoldsweilerstraße, Bismarckstraße, Schützenstraße und Kölnstraße zum Marktplatz, wo noch eine Abschlusskundgebung stattfand. Unterwegs skandierten die Demonstrationsteilnehmer, darunter auffallend viele Kinder und Jugendliche, unter anderem „Terrorist Erdogan“ und „Deutsche Panzer raus aus Kurdistan“. Immer wieder wurden darüber hinaus auch Schlachtrufe in kurdischer Sprache laut.

Einige Teilnehmer des friedlichen Protestzuges betonten, dass Rojava, wie die Kurden das betroffene Gebiet in Nord-Syrien nennen, ein „echtes Friedensstück“ mit demokratischen Strukturen, Minderheitenschutz für Christen und Jesiden und gelebten Frauenrechten sei.

Der Einmarsch der türkischen Armee in Rojava gefährde dieses gute und friedliche Miteinander verschiedener Kulturen und Ethnien stark.

(kin)
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