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Polizeieinsatz: Ruhestörung endet in Widerstand

Polizeieinsatz : Ruhestörung endet in Widerstand

Am späten Samstagabend sind Polizeibeamte zu einer Ruhestörung in Düren gerufen worden. Dort für Ruhe zu sorgen gestaltete sich allerdings schwierig, denn mehrere Personen drohten, aufeinander loszugehen.

Gegen 23.15 Uhr meldete ein Anrufer eine Ruhestörung unweit der Polizeiwache Düren auf der August-Klotz-Straße. Eine Streifenwagenbesatzung traf dort auf zwei Personengruppen, die sich lautstark anschrien. Um den Sachverhalt zu klären, wurden die Gruppen voneinander getrennt, wobei die Personen der einen Gruppierung wüste Beleidigungen bis hin zu volksverhetzenden Parolen ausstießen.

Maßgeblich tat sich hierbei ein 16-Jähriger als aggressiver Wortführer hervor, der sich auch nach mehrmaliger polizeilicher Ermahnung nicht beruhigte. Vielmehr musste ein Beamter schließlich Reizgas gegen den Jugendlichen einsetzen, um einen unmittelbar bevorstehenden Angriff gegen die Uniformierten abzuwehren.

Erst nachdem weitere Polizeibeamte an der Einsatzörtlichkeit eintrafen, beruhigte sich die Situation, wobei sich drei Personen aus der sechsköpfigen Gruppe noch vor der Feststellung ihrer Personalien entfernten. Der Jugendliche wurde kurzzeitig in Gewahrsam genommen, um weitere Straftaten zu verhindern. Bereits nach einer Stunde konnte er wieder entlassen und in die Obhut seiner Mutter übergeben werden. Diese war zuvor bei dem Widerstand gegen die Beamten ebenfalls anwesend, sodass gegen Mutter und Sohn sowie einen weiteren, 20 Jahre alten Mann aus Düren, eine Strafanzeige mit dem Vorwurf der Volksverhetzung, des Widerstands und der Beleidigung gefertigt wurde.

(red/pol)