Düren: Rosa Mauseohren für die Kinder der Tagesstätte „Eschfeldmäuse“

Düren : Rosa Mauseohren für die Kinder der Tagesstätte „Eschfeldmäuse“

Auf dem großen Tisch im Keller der integrativen Kindertagesstätte „Eschfeldmäuse“ liegen flauschige graue Plüschkleider mit rosafarbenen Mäusebäuchen und lange Mauseschwänzchen, die noch mit Watte ausgestopft werden müssen, bevor sie an die Kostüme genäht werden.

Zum ersten Mal werden einige „Eschfeldmäuse“ der Lebenshilfe am Sonntag dabei sein, wenn der Kinderzug durch Düren zieht. Die 30 „Mäuse“ freuen sich schon, in dem kunterbunten Trubel dabei zu sein und die vielen Süßigkeiten zu verteilen — und natürlich freuen sie sich auch, das ein oder andere Leckerchen im eigenen Mund verschwinden zu lassen.

Die Idee, im Kinderzug mitzumachen, ist nicht ganz neu. „Aber die Verantwortung ist schon groß“, sagt die Leiterin der Einrichtung, Antonie Wuitz. „Mit der 2-zu-1-Betreuung werden wir aber sicher viel Freue im Zug haben.“ Begleitet werden die Mäuse nicht nur von einigen Erzieherinnen, sondern auch von den „Katzen“ aus der Lebenshilfe-Verwaltung, denn die hatte schlussendlich auch den Impuls gegeben, dabei zu sein. Jeder Erwachsene ist im Zug für zwei Kinder zuständig. „Und Katzen sind ja bekanntlich gut darin, Mäuse einzufangen“, sagt Antoine Wuitz mit einem Lächeln auf den Lippen. Für eine integrative Kita ist es noch ein bisschen herausfordernder, im Zug mitzugehen als für andere Kitas.

Kamelle im Bollerwagen

Kurz nach Weihnachten haben die Arbeiten an den Kostümen begonnen. Erzieherinnen und Mütter machen mit. Beim Ausstopfen der Mauseschwänze mit Watte können die Kinder, auch die, die nicht im Zug dabei sind, ein bisschen an den Kostümen mitwirken.

„Besonders groß war die Vorfreude natürlich, als die Kisten mit den Süßigkeiten im Keller standen“, erzählt die Kita-Leiterin. Aber da mussten sich die Kinder in Geduld üben. Die Kita hat selbst Süßigkeiten gekauft und vom Verein Dürener Kinderkarnevalszug noch jede Menge hinzubekommen. „Unsere fünf Bollerwagen reichen jetzt wohl nicht mehr für den Kamelle-Nachschub und müde Kinder. Da werden wir noch welche organisieren“, sagt Wuitz. Sie ist aber zuversichtlich, dass alle Kinder den einstündigen Zugweg gut bewältigen, schließlich stehe Bewegung auch im Kita-Alltag auf dem Plan.

„Wir haben von allen Eltern die Handynummern dabei und können gegebenenfalls einen Treffpunkt ausmachen, an dem ein Kind abgeholt werden kann“, erklärt Wuitz, was alles vorab zu organisieren war. „Auch eine Erste-Hilfe-Tasche haben wir schon gepackt, Getränkeflaschen für die Kinder liegen bereit.“ Die Verantwortlichen haben sich für alle Eventualitäten gewappnet. Vor allem aber wollen Groß und Klein viel Spaß haben.

(smb)
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