Nideggen-Rath: Roland Mader ist mit 73 Jahren gestorben

Nideggen-Rath : Roland Mader ist mit 73 Jahren gestorben

Roland Mader ist tot. Der Ehrenpräsident des Deutschen Volleyballverbandes und ehemalige Präsident des GFC Düren 09 ist am Montag im Alter von 73 Jahren gestorben, drei Wochen vor seinem Geburtstag. Mader hatte nach einem Sturz schwere Gehirnblutungen erlitten, von deren Folgen er sich nicht mehr erholte.

„Ich habe ein Leben auf der Überholspur gelebt, ich habe aber auch gelernt, demütig zu sein“, sagte Mader gegenüber unserer Zeitung anlässlich seines 70. Geburtstages.

Seit 1994 lebte und arbeitete der Mann, der von 1978 bis 1990 Präsident des Deutschen Volleyballverbandes war, in Düren, später in Nideggen-Rath. Mader, sagen Volleyball-Insider, stand vor einer glänzenden Funktionärskarriere, als er 1990 wegen Versicherungsbetruges verurteilt wurde.

Mader zog es nach seiner Haftentlassung nach Düren. Er gründete die Sportmarkentigagentur Amedia, betreute Athleten wie den Golfer Alexander Ceijka und Olympiasiegerin Ulrike Meyfahrt. Gerd Müller, der „Bomber der Nation“, war ebenso zu Gast bei ihm wie Karl-Heinz Rummenige bei einem runden Geburtstag und Rudi Assauer, als Mader seine Ehefrau Marion heiratete. Franz Beckenbauer durfte Roland Mader zu seinen Freunden zählen wie auch Stelian Moculescu, den Volleyball-Trainer, und Niki Pilic, den früheren Kapitän des Deutschen Davis-Cup-Teams.

Zu den Geschäftspartnern von Mader zählten der FC Bayern und Schalke 04.

Mader unterstützte die Dürener Erstliga-Volleyballer und führte den GFC Düren 09 in die Oberliga beziehungsweise Mittelrheinliga. Uwe Seeler half Mader bei diesem Vorhaben auch während eines Besuches in Düren. Mader holte Vereine wie den FC Bayern München, Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach zu Freundschaftsspielen in die Region. Nach Problemem mit dem Finanzamt zog er sich beim GFC 09 zurück. Der Verein musste Insolvenz anmelden, es folgte die Fusion mit der SG Düren 99.

Vor einigen Jahren erlitt Roland Mader einen Schlaganfall. Mader wurde zwar wieder gesund, er lebte aber fortan jenseits der Überholspur.

(sis)
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