Etwa 45.000 Euro für gute Zwecke: Rekordverdächtig langsame Enten auf der Rur

Etwa 45.000 Euro für gute Zwecke : Rekordverdächtig langsame Enten auf der Rur

Flautenrennen heißt es im Segelsport, wenn eigentlich alles passt, aber kein Wind weht. Ein bisschen so war es am Samstag auch beim Entenrennen des Lions Clubs Düren-Rurstadt. Strahlender Sonnenschein, sommerliche Temperaturen, Hunderte Zuschauer entlang der 600 Meter langen Rennstrecke – nur die Fließgeschwindigkeit der Rur ließ aufgrund des trockenen Sommers etwas zu wünschen übrig. Kurzum: Es war weniger Wasser im Rennen als sonst üblich. Langweilig wurde es dennoch nicht.

Die quietschgelben Vollplastik-Sportler, die von ihren Besitzern zum Teil äußerst fantasievoll herausgeputzt worden waren, gaben alles, um mit geschickten Manövern die Gegner auszubooten, die im Wasser lauernden (Plastik-)Krokodile zu umschiffen und die letzten Reserven zum Endspurt unter der Johannesbrücke zu mobilisieren.

„Ein so langsames Rennen hatten wir in zwölf Jahren noch nie – aber umso spannender wird es auf den letzten zehn Metern, wo noch alles offen ist“, kommentierte Richard Müllejans, Lions-Club-Mitglied und DSB-Betriebsleiter, das Geschehen auf der Rur. Wie in den Vorjahren übernahmen er und Dürens ehemaliger Technischer Beigeordneter Paul Zündorf die Moderation des Benefiz-Jux-Rennens am letzten Annakirmessamstag, das der Lions Club Düren-Rurstadt zu einer Institution gemacht hat.

Von Anfang an im Einsatz sind als Helfer unter anderem auch Mitglieder der Löschgruppe Derichsweiler, die die Strecke mit Schläuchen einfassen, sowie Mitglieder des Kreisfischereivereins, die nach dem Rennen Enten angeln.

Mit dem Erlös werden seit zwölf Jahren soziale Projekte sowie die Kinder- und Jugendarbeit unterstützt. „Wir rechnen damit, dieses Jahr etwa 45.000 Euro ausschütten zu können“, bedankte sich Lions-Präsidentin Dr. Yvonne Abicht für die Unterstützung aller Ehrenamtler und Sponsoren sowie die rege Teilnahme der Dürener am Entenrennen.

Aktuell unterstützt der Lions Club Düren-Rurstadt unter anderem Schulen, um die im Kinderparlament von Schülern vorgeschlagenen Verbesserungen umsetzen zu können sowie bedürftige Senioren. Der Club möchte aber auch neue Projekte anstoßen – und freut sich über Vorschläge und tatkräftige Unterstützung von potenziellen Kooperationspartnern.

Bevor die 3500 kleinen Enten, die zugleich ein Los für die Lotterie waren, an den Start gingen, gehörte die Rennstrecke den deutlich größer gewachsenen Sponsoren-Enten. Mit 290 Startern verzeichnete der Lions Club einen neuen Rekord. Das Rennen um den Wanderpokal entschied die Ente der SPD für sich (siehe Infokasten).