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Ein Mahnmal für den Klimaschutz: Regionalteam hofft auf rege Teilnahme beim „Fünf-vor-zwölf-Läuten“

Ein Mahnmal für den Klimaschutz : Regionalteam hofft auf rege Teilnahme beim „Fünf-vor-zwölf-Läuten“

Vielerorts werden am 20. September die Kirchenglocken läuten, als Mahnmal für den Klimaschutz. Das Regionalteam in Düren wünscht sich, dass sich viele Kirchen in der Region beteiligen.

Papst Franziskus habe in seiner Enzyklika „Laudato si“ aus dem Jahre 2015 als ein „gemeinsames Haus“ beschrieben, das großen Schaden genommen habe durch unverantwortlichen Gebrauch der Güter, die Gott in unsere Welt hineingelegt habe, so Regionalvikar Monsignore Norbert Glasmacher. „Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen“, zitiert der Dürener Pfarrer den Papst. „Den Worten Franzikus' möchten wir Gehör verschaffen und auf unsere Verantwortung gegenüber der Schöpfung hinweisen.“ Dazu solle das Glockenläuten unterstützend beitragen.

Landesweit sollen an diesem Tag um fünf vor zwölf die Glocken für den Klimaschutz läuten. Mehrere Organisationen sind an dieser Aktion beteiligt, so auch der Verein zur Förderung kirchlicher Umweltberatung (FKU). „Neben der Schülerbewegung 'Fridays for Future' gibt es auch 'Churches for Future', ein ökumenisches Bündnis für Klimagerechtigkeit“, so der Dürener FKU-Sprecher Reiner Lövenich, der sich wünscht, dass an diesem Tag viele Glocken in der Region läuten werden, „in katholischen und evangelischen Kirchen“.

Manchen sei das zu politisch, weiß Lövenich um die Kritik mancher in den eigenen Reihen, „aber wir sehen diese Aktion als einen Beitrag zur Umsetzung der 'Handlungsempfehlungen zu Ökologie und nachhaltiger Entwicklung der deutschen Bischöfe', insbesondere zum Punkt 'Gesellschaftspolitische und internationale Verantwortung wahrnehmen'.“

Umweltschützer Lövenich arbeitet bereits seit 22 Jahren ehrenamtlich für den FKU. „Ziel war es damals, kirchliche Mitarbeiter zu Umweltexperten auszubilden.“ Für Lövenich ist entsprechendes Engagement auch außerhalb der Kirche selbstverständlich. So ist er mit dem Klimakreuz bei Demonstrationen zu finden. Auf Anfrage führt er auch Gruppen aus dem Umfeld der Kirchen durch den Braunkohletagebau.

„Das Glockenläuten bei Gefahr“ so Lövenich, habe übrigens in der Kirche lange Tradition und erinnert an das „Sturmläuten“ mit dem früher die Bevölkerung alarmiert und zur Versammlung aufgerufen wurde.