RDKD investiert Millionen in Wagenhalle, Verwaltung und Leitstelle

RDKD investiert 10,5 Millionen Euro : „Das neue Herz des Rettungsdienstes im Kreis Düren“

Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) spricht vom „neuen Herz des Rettungsdienstes“. Und das schlägt ab sofort in Stockheim in unmittelbarer Nachbarschaft zum Feuerschutztechnischen Zentrum. 10,5 Millionen Euro hat der RDKD (Rettungsdienst Kreis Düren) in den vergangenen 21 Monaten in eine Mehrzweckhalle für bis zu 20 Einsatzfahrzeuge, Verwaltungsräume und eine neue Leitstelle investiert.

Einen Großteil der Kosten erhält der RDKD in den kommenden Jahren von den Krankenkassen über die Abrechnung der Einsätze zurück, gut zwei Millionen trägt der Kreis Düren selbst. Und man werde weiterhin in den Rettungsdienst investieren, kündigte Spelthahn an, sei dieser doch für die Menschen ein wichtiger Faktor von Lebensqualität. Nicht ohne Stolz betonte der Landrat als Vorsitzender des RDKD-Verwaltungsrates, dass die Einsatzkräfte im ländlich geprägten Kreisgebiet schon heute fast so schnell beim Hilfebedürftigen wären wie in dicht besiedelten Ballungsgebieten.

In Stockheim stehen ab sofort zentral nicht nur Spezialfahrzeuge bereit, die bei Großschadenslagen zum Einsatz kommen, sondern auch Reservefahrzeuge, die bereitgestellt werden müssen, um zum einen den Bedarf in Spitzenzeiten abzudecken, erklärt der zuständige Kreisdezernent und RDKD-Vorstand Peter Kaptain. Vor allem aber stehen sie als Ersatz zur Verfügung, wenn eines der Einsatzfahrzeuge an den Rettungswachen im Kreisgebiet kurzfristig ausfällt oder gewartet werden muss. „Die Fahrzeuge werden dann mit einem Hol- und Bring-Service an ihren Einsatzort gebracht.“

Im ersten Obergeschoss des Neubaus wird die RDKD-Verwaltung einziehen, in das zweite die Leitstelle, die mit der gleichen Technik ausgestattet wird, wie die in den Kreisen Heinsberg und Euskirchen, so dass – sollte eine Anlage einmal ausfallen – jeder Disponent aus den beiden Partnerkreise auch von Stockheim aus „seine“ Einstätze abarbeiten könnte. Langfristig werde das Millionen sparen, ist Spelthahn überzeugt. Mitte Juli soll die neue Leitstelle ihren Betrieb aufnehmen.

Eingesegnet wurde die neue Einrichtung am Montag von Pfarrer Dr. Christian Blumenthal aus Heimbach, der selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist.

((ja))
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