Ringer-Bundesligist: RC kann letzten Platz nicht verhindern

Ringer-Bundesligist : RC kann letzten Platz nicht verhindern

Die Hoffnung hat beim Ringerclub CWS Düren-Merken durchaus bestanden, die Saison in der Bundesliga nicht auf Rang acht abzuschließen, also dem letzten Platz.

Dafür hätte man aber im abschließenden Kampf beim TV Aachen-Walheim einen Sieg benötigt. Mit 8:21 verpasste man diesen aber deutlich.

Nach der Waage war dies aber keine wirklich große Überraschung. Merkens Ungarn Adam Varga und Zsombor Gulyas reisten verletzungsbedingt nicht an, und Kai Stein musste erkrankt kurzfristig passen. Mit neun Mann musste der RC bereits vor dem ersten Kampf vier Mannschaftspunkte abgeben.

Immerhin gelangen den Merkenern Achtungserfolge: George Ramm erarbeitete sich gegen einen passiven Purja Jamali zwei Zähler. Markus Knobel steuerte einen Zähler zu den acht Mannschaftspunkten bei. Er besiegte Maximilian Otto. Dabei geriet der Merkener früh in Rückstand. Dank eines Wurfes am Mattenrand drehte er den Kampf auf 2:1 nach technischen Punkten. 13 Sekunden vor Ende wurde Knobel von der Matte geschoben, der Kampf war wieder ausgeglichen. Mit seinem ganzen Gewicht stemmte er sich in den letzten Sekunden gegen Otto und schaffte es, auf der Matte zu bleiben. Somit gewann Knobel aufgrund der höheren Wertung.

Ein mindestens ebenso großer persönlicher Erfolg war die 0:2-Niederlage von Domenik Chelo gegen den Zweiten der U-23-WM, Robert Attila Fritsch. Dabei machte es Chelo dem Ungarn unangenehm.

Unangenehm war auch die Situation, dass die Zwillingsbrüder Melvin und Robin Pelzer aufeinandertrafen. In einem Duell mit vielen Kontern gewann der Merkener Melvin bei Punktgleichheit aufgrund der höheren Wertung. „Ich bin froh, dass jetzt erst einmal die Saison vorbei ist. Mit meiner 4:8-Bilanz nach meinem Sprung von der Verbandsliga in die Bundesliga bin ich zufrieden“, sagte Melvin Pelzer.

Merkens letzter Platz sorgt bei ihm natürlich für wenig Begeisterung: „Das nagt schon an einem. Besonders, weil ich ein Teamplayer bin. Hätten wir jede Woche in kompletter Besetzung antreten können, wäre ein guter Mittelfeldplatz möglich gewesen.“

Absteigen muss der RC CWS Merken aber trotz des letzten Tabellenplatzes nicht, weil es eben keine Pflicht gibt, die Eliteliga zu verlasssen, sondern nur ein Recht.