Düren: „Projektkurs Europa“: Schüler diskutieren mit Politikern

Düren: „Projektkurs Europa“: Schüler diskutieren mit Politikern

„Europa ist sicherlich manchmal sehr schwer zu überblicken“, sagt Simon Wirtz (18), Schüler des Wirteltor-Gymnasiums. „Aber deswegen machen wir heute diese Veranstaltung. Wir wollen unseren Schülern mehr Input zum Thema Europa geben.“

Simon Wirtz gehört genau wie seine Moderatoren-Kollegin Deborah Baehren zum „Projektkurs Europa“ des Wirteltor-Gymnasiums, der die Podiumsdiskussion sehr professionell vorbereitet hat. Jugendarbeitslosigkeit, Asyl- und Flüchtlingspolitik und die europäischen Lebensmittelbestimmungen sind Themen, die Deborah Baehren und Simon Wirtz ansprechen möchten, zu allen Schwerpunkten haben die Schüler kurze Einspielfilme gedreht.

Gesprächspartner der jungen Leute sind SPD-Bundestagsabgeordneter Dietmar Nietan, CDU-Europaabgeordnete Sabine Verheyen, FDP-Landtagsabgeordnete Ingola Schmitz sowie die beiden Kandidaten für das Europaparlament Stefan Volpert (Bündnis 90/Die Grünen) und Gilles Bordelais (Piratenpartei). Dietmar Nietan fordert in Sachen Einwanderungspolitik eine „faire Quote“.

„Beides muss möglich sein“, so der Sozialdemokrat: eine Art Green-Card für Europa, die die Einwanderung regelt und ein Euorpa, das offen ist für Flüchtlinge und Asylbewerber.“ Grünen-Politiker Stefan Volpert unterstrich: „Wir brauchen qualifizierte Arbeitskräfte in Europa. Und wir brauchen Einwanderer, und die Einwanderer brauchen uns.“ Ein Thema, das die Jugendlichen besonders interessiert hat, war die Jugendarbeitslosigkeit.

FDP-Politikerin Ingola Schmitz betonte, dass das duale Ausbildungssystem aus Deutschland für viele Länder vorbildlich sei. „Die Jugendarbeitslosigkeit“, so Dietmar Nietan, „kann uns nicht kalt lassen. Wir brauchen ein Sofortprogramm, um den jungen Menschen in Europa eine Perspektive zu geben.“ Ganz ähnlich sieht das auch Sabine Verheyen von der CDU. „Wir dürfen die junge Generation nicht fallen lassen“, so Verheyen. „Auch deswegen nicht, damit die jungen Leute das Vertrauen in Europa nicht verlieren.“ Gilles Bordelais von der Piratenpartei betonte, dass es bei der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik nicht zu viel, sondern zu wenig Europa geben würde.