Vettweiß: Premiere für zwei Künstlerinnen im Vettweißer Rathaus

Vettweiß : Premiere für zwei Künstlerinnen im Vettweißer Rathaus

Die Anspannung, das Lampenfieber, aber auch die Freude, dass es endlich losgeht, waren Anneliese Büchel und Iwona Mattern ins Gesicht geschrieben. Als ihre erste Ausstellung eröffnet wurde, standen sie spürbar unter Strom, begrüßten strahlend ihre viele Gäste, nahmen Blumen und Komplimente entgegen und standen den Interessierten Rede und Antwort.

Noch bis zum 11. Juni werden im Vettweißer Rathaus insgesamt 40 Werke der beiden Künstlerinnen ausgestellt.

Seminare seit zwei Jahren

Beide sind Schülerinnen von Marie-Luise („Ma-Lu“) Klein und malen seit zwei Jahren in ihrem Atelier in Soller. Iwona Mattern hat mit Wasserfarben und Bleistift in der Schulzeit ihre Leidenschaft zur Kunst entdeckt. Sie wurde in Polen an der Masurischen Seenplatte geboren und hatte lange zu wenig Zeit, diesem Hobby mehr Energie zu widmen. Inspiriert vom US-amerikanischen Maler Bob Ross entbrannte aber eine Neugierde, die sie nun in der Mal- akademie stillt.

Anneliese Büchel stammt aus Niederau und interessierte sich ebenfalls schon immer für die Malerei. Ihre Nachbarin — eine Autodidaktin — brachte ihr diese Leidenschaft noch näher. Bei einer Kunstausstellung traf Büchel dann auf Marie-Luise Klein und vertiefte mir ihr ihre Fertigkeiten in der Acryl- und Ölmalerei.

In der Ausstellung ist von beiden Künstlerinnen eine breite Auswahl an Themen zu sehen. Beide haben florale Motive thematisiert, beeindruckende Landschaften auf die Leinwand gebannt, Porträts oder Akte gemalt und sich auch an abstrakteren Stilen probiert. Zu letzterem sagt Büchel, dass sie das schon immer mal ausprobieren wollte. „Besonders gerne male ich aber Naturmotive und Vögel“, fügt sie an.

Ihre Inspirationsquelle sei die Natur, aber auch ein Foto in der Zeitung könne bei ihr zum Motiv werden. „Ich habe ein Bild entdeckt, das ein imposantes Gebäude direkt am Wasser gezeigt hat, mit schönen Spiegelungen. Mit dem Zeitungsausschnitt bin ich dann zu Ma-Lu gegangen und habe gefragt: ,Meinst du, ich kann das malen?‘ Darauf hat sie gesagt, dass wir das einfach ausprobieren“, erinnert sich Büchel.

An Fotos erinnern auch manche Werke von Iwona Mattern. Besonders beeindruckend ist ihr zum Beispiel eine Horde Elefanten gelungen, die durch die Steppe scheinbar auf den Betrachter zu läuft.

„Erfrischend“ fand die Ausstellung auch Bürgermeister Joachim Kunth, der den Damen ein großes Kompliment aussprach. Er freute sich besonders, unter den Gästen auch Künstler Peter Dittberner zu entdecken, der bis März dort ausgestellt hatte. Dieser Zusammenhalt sei wie in einer „großen Künstlerfamilie“, sagte Kunth.

(wel)
Mehr von Aachener Nachrichten