Premiere des Films „Rote Linie – Vom Widerstand im Hambacher Forst“

Filmpremiere: „Die rote Linie“ : Geschichten rund um den Tagebau

Der Film „Rote Linie- Vom Widerstand im Hambacher Forst“ feierte im Lumen Dürener Premiere, und sorgte mit seinem lokalen Bezug für einen ausverkauften Kinosaal. Im Rahmen des „Grünen Kinos“ lud das Wahkreisbüro des Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer zum Film ein und veranstaltete anschließend eine Frage- und Diskussionsrunde.

Der Film ist ein dreijähriges Projekt der Regisseurin Karin de Miguel Wessendorf, die 2015 begann, Baumbesetzer, Bürgerinitiativen, Familien, Kirchengruppen und Naturschutzinitiativen in und um den Tagebau Hambach zu begleiten. Sie erzählt bewegende Geschichten von Menschen, die ihre Heimat verlieren und vom Symbol „Hambacher Forst“. Mit dramatischen Bildern zeigt Wessendorf, wie ein paar schwarze Schafe Situationen eskalieren lassen und wie immens wichtig ein gesunder Dialog zwischen den verschiedenen Positionen zum Braunkohleausstieg ist, damit Fronten nicht noch weiter verhärten.

Umweltschützerin Antje Grothus von der Kohlekomission, Umweltpädagoge Michael Zobel und Aktivist „Clumsy“ (dt. Tollpatsch) nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise und lassen eine neue, alte Protestkultur aufleben: Der Widerstand, er formiert sich. Bis hierhin und nicht weiter! Eine lokale Geschichte, die das Tauziehen zwischen Aktivisten und betroffenen Bürgen auf der einen Seite und dem Energieriesen RWE auf der anderen Seite darstellt.

Am Ende der Vorstellung hatten die Zuschauer die Möglichkeit, zu diskutieren und Fragen zu stellen. Antworten gaben Oliver Krischer (stellvertretender Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag), Daniel Freund (Europakandidat von Bündnis 90/Die Grünen), Reiner Priggen (Mitglied Kohlekommission und Vorsitzender Landesverband Erneuerbare Energien NRW). Aufgrund der schnell ausverkauften Vorstellung, soll es eventuell einen zweiten Termin im Juni geben.

(ms)
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