Düren: Powervolleys: Sauss und Co. vor mental anderem Spiel

Düren : Powervolleys: Sauss und Co. vor mental anderem Spiel

Die bisherigen Gegner der SWD Powervolleys in der aktuellen Saison waren „Kracher“: der Deutsche Titelträger aus Berlin in Meisterschaft und Pokal sowie in den Punktspielen die SVG Lüneburg, die United Volleys Rhein Main sowie die deutsch-österreichische Kombo aus Unterhaching und Innsbruck.

Nun kommen am Samstag die Netzhoppers Solwo Königspark KW, der vom Papier her leichteste Gegner bisher. Doch die Geschichte der sportlichen Auseinandersetzungen zwischen den Rheinländern und dem Team aus Brandenburg vor den Toren Berlins zeigt: Die Gäste, die der ehemalige Dürener Trainer Mirko Culic coacht, dürfen keineswegs unterschätzt werden.

In der vergangenen Saison beispielsweise gewannen die Netzhoppers in der Arena Kreis Düren. Und so sagt Stefan Falter, der Trainer der Gastgeber: „Um das zu verhindern, müssen wir mit viel Druck und viel Emotionen spielen.“ Und: „Gegen diesen spielstarken Gegner werden 90 Prozent nicht ausreichen.“

Denn der Dürener Trainer weiß, dass sich im Unterbewusstsein ein gewisser Schlendrian einschleichen kann. „Wenn du im Pokal in Berlin spielst und anschließend gegen KW, dann musst du dich schon mental richtig reinhängen, um mit der Konzentration wie gegen die Berlin Recycling Volleys in die Partie zu gehen und sie auf konstant hohem Niveau durchzuspielen.“

Das wird auch nötig zu sein, da die Gäste mit dem Routinier Björn Andrae und dem slowakischen Angreifer Filip Gavenda über Akteure verfügen, die jedem Gegner das Leben schwer machen können. Zu welchen Leistungen die beiden Volleyballer fähig sind, mussten die Powervolleys bei der Heimniederlage 16/17 gegen die Mannschaft von Culic, den Stefan Falter sehr schätzt, leidvoll erfahren.

Falters Aufgabe ist es, wie er sagt, jeden seiner Spieler individuell so anzusprechen, dass er keinesfalls die 90, sondern eben die 100 Prozent abruft, damit die blütenreine Weste in der Arena erhalten bleibt.

Folglich gilt es zunächst, gegen die Annahmespieler der Netzhoppers variantenreich mit Druck aufzuschlagen, denn: „Die Gäste haben seit Jahren eine konstant gute Annahme.“ Sie gilt es, immer wieder vor andere Aufgaben zu stellen, die sie nur schwer bewältigen kann. „Dann können wir mit Block und Abwehr zupacken“, sagt Falter. Allerdings muss Dürens Angriff durchschlagskräftiger als bei der 2:3-Pokalniederlage bei den Berlin Recycling Volleys agieren.

Gebrauchter Tag

In dieser Partie hatte Marvin Prolingheuer einen gebrauchten Tag erwischt. „Das kann jedem Spieler passieren“, akzeptiert Falter die an diesem Tag schwächere Form des Diagonalangreifers. Allerdings hatte sie zur Folge, dass sich Berlins Block und Feldabwehr auf die Dürener Außenangreifer konzentrieren konnten und diese mit fortschreitender Spieldauer auch immer mehr aus der Partie nahmen.

Zwar haben der Dürener Trainer und seine Spieler die Niederlagen in Innsbruck und Berlin noch nicht per Videostudium analysieren können, um Fehler anzusprechen, doch ist dies für Falter kein Grund, über die Netzhoppers nicht zu siegen.

Mehr von Aachener Nachrichten