Düren: Powervolleys-Coach Tiilikainen: „Wir freuen uns auf Top-Kämpfe“

Düren : Powervolleys-Coach Tiilikainen: „Wir freuen uns auf Top-Kämpfe“

Knapp eine Woche ist Roman Sauss, neuer Außenangreifer der SWD Powervolleys aus Lettland, erst in Düren, aber der 26-Jährige fühlt sich an der Rur pudelwohl. „Ich musste nicht lange überlegen, den Vertrag mit den Powervolleys zu unterschreiben“, sagt der lettische Nationalspieler.

„Ich habe schon in Finnland drei Jahre mit Tommi Tiilikainen als Trainer zusammengearbeitet und bin immer besser geworden.“ Bei Tiilikainen komme es immer auf die Mannschaft an. „Es gibt ein Team, aber keine Stars. Das gefällt mir.“ Dreimal hat Sauss schon mit den Powervolleys trainiert. „Ich habe das Gefühl, schon viel länger dabei zu sein. Die Stimmung ist toll. Ich glaube, dass das mit Düren etwas richtig Großes werden kann.“

Zwölf Wochen Vorbereitung liegen insgesamt hinter dem Team, für Tiilikainen hat es drei verschiedene Trainingsphasen gegeben. „Anfangs waren nur einige Spieler hier, dann sind die drei Kanadier von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro zurückgekommen.“ Seit Dienstag sei der Kader endlich komplett. „Irgendwie hatte das noch einmal das Gefühl von Neuanfang für mich,“ sagt der 29-jährige Coach.

Insgesamt hat die Mannschaft von Tommi Tiilikainen nur drei Vorbereitungsspiele absolviert — für Spielführer Jaromir Zachrich genau die richtige Entscheidung. „Trainingsspiele in nur halb aufgeräumten Hallen haben immer eine etwas sonderbare Atmosphäre. Sechs Spieler haben immer Pause. Es macht viel mehr Sinn, wenn zwölf Leute hart und fokussiert trainieren.“

Diagonalspieler Marvin Prolingheuer formuliert es so: „Ich gehe in meine siebte Saison, und ich habe mich schon lange nicht mehr so auf den Beginn der Liga gefreut. Es ein bisschen so, als wäre ich zum ersten Mal dabei. Und das ist ein sehr gutes Gefühl.“

Gleich in der ersten Woche der neuen Saison haben die Powervolleys ein hartes Pensum. Nach dem Auftaktspiel gegen die United-Volleys Rhein Main am Samstag steht am Mittwoch, 26. Oktober, das Pokalspiel gegen den TV Rottenburg an, bevor am Samstag, 29. Oktober, der VfB Friedrichshafen nach Düren kommt. „Kann sein, dass das eine schwere Woche wird“, sagt Trainer Tiilikainen. „Aber es beginnt für alle Teams eine neue Saison. Wir freuen uns auf Top-Kämpfe. Dafür trainieren wir. It‘s showtime.“

Für Annahmespieler Dennis Barthel ist die erste Woche der neuen Saison gleich der „erste Gradmesser“. „Danach wissen wir für den Moment, wo wir stehen“, sagt der 20-Jährige. „Ich freue mich auf drei spannende Spiele.“ Für Michael Andrei ist das Pokalspiel fast die wichtigste der drei Partien. „Wenn wir das verlieren, sind wir im Pokal raus. Aber der Deutsche Volleyballpokal ist auch ein Titel. Und den würden wir natürlich gerne gewinnen.“

Gesellschafter Erich Peterhoff und Sportlicher Leiter Goswin Caro haben das direkte Erreichen der Play-offs als Minimalziel für die neue Saison vorgegeben, Tommi Tiilikainen sagt, er wolle ins Finale um die Meisterschaft. „Das ist kein Widerspruch“, sagt Peterhoff. „Wenn wir sagen, Platz sechs ist unser Minimalziel, dann lässt das noch ganz viel Luft nach oben.“

Mehr von Aachener Nachrichten